Pharmaunternehmen Schering sperrt Wiener Werk zu
- Konzern übersiedelt die Produktion nach Mailand
- Verkaufsgespräche sind gescheitert

Der deutsche Pharmakonzern Schering schließt das Wiener Werk und übersiedelt die Produktion bis Ende 2003 in eine Großfabrik in Mailand. Das berichtet das WirtschaftsBlatt in seiner am Dienstag erschienenen Ausgabe. Die bereits seit längerem erwartete Entscheidung sei Montag gefallen, nachdem sich der letzte Interessent zurückgezogen habe, zitiert die Zeitung Schering-Werksleiter Manfred Köhl.
Grund für die Verlagerung sei die zu geringe Größe und damit Wirtschaftlichkeit des Werkes, hieß es. Schering beschäftige in Wien 60 Mitarbeiter, die Grundstoffe für Salben produzieren. Das Werk setzte zuletzt rund neun Mill. Euro pro Jahr um.
Nach Verlagerung der Produktion soll das rund 25.000 Quadratmeter große Areal in Wien-Auhof verkauft werden. Nicht betroffen von der Schließung sei die Vertriebsniederlassung Schering-Austria.

