Meister FC Tirol verliert in Bregenz, Sturm siegt
- Hattrick von Maric bei Kärnten-Sieg über Admira
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UMFRAGE: Wessen Stuhl ist am unsichersten?
Im ersten Spiel nach der Fixierung des Titels gab es für den FC Tirol gleich eine Niederlage. Der Meister verlor am Samstag in der 33. Runde der Fußball-max.Bundesliga bei SW Bregenz mit 0:2 (0:2). Axel Lawaree (14. Minute) und Florian Sturm (36.) erzielten vor 7.200 Zuschauern die Treffer, Tirol-Kapitän Michael Baur sah in der 28. Minute wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte. Der FC Kärnten hat seine Aufgabe gegen Admira Wacker Mödling am Samstag souverän erledigt und drei wichtige Punkte im Kampf um den vierten Tabellenrang erobert. Dank Marijo Maric war schon nach 40 Minuten alles klar: Dem Kroaten gelang ein Hattrick, wobei die ersten zwei Treffer jeweils nach Freistößen von Schoppitsch per Kopf fielen. Sturm bleibt auf Champions League-Kurs. Die Grazer besiegten Ried mit 3:0.
Joachim Löw hatte mit Stanislaw Tschertschessow, Walter Kogler, Roland Kirchler, Markus Anfang, Patrik Jezek und Radoslav Gilewicz gleich sechs Stammspieler gar nicht mit genommen. Dafür erhielten u.a. die Jungen Heinz Weber, Thomas Grumser und Wilfried Sanou von Beginn an eine Chance. Die neuformierte Mannschaft der Tiroler begann aber zu verhalten, die Bregenzer agierten weit engagierter. Lawaree hatte schon in der sechsten Minuten nach Flanke von Sturm die Möglichkeit zur Führung, sein Kopfball ging aber knapp am Kreuzeck vorbei.
Tor schon in der 14. Minute
In der 14. Minute aber gelang dem Belgier sein 19. Meisterschaftstreffer in dieser Saison: Thomas Eller flankte von der rechten Seite, Peter Hlinka legte per Kopf ab und Lawaree traf volley zum 1:0. Tirol zeigte sich wenig meisterlich und war zudem ab der 28. Minute auch in numerischer Unterlegenheit: Schiedsrichter Louis Hofmann entschied auf regelwidrigen Einwurf für Baur, der anschließende Kommentar brachte dem Mannschafts-Kapitän die Rote Karte ein.
2:0 in der 36. Minute
Es kam aber noch schlimmer für Tirol, denn in der 36. Minute hieß es 2:0 für Bregenz. Lawaree bediente Sturm und bei dessen Schuss aus spitzem Winkel ließ sich Torhüter Heinz Weber überraschen. Die Gäste wurden in der ersten Hälfte nur einmal gefährlich, nach Flanke von Jürgen Panis kam Edi Glieder aber nicht richtig zum Kopfball (44. Minute).
Bregenz auch in zweiter Hälfte dominant
Nach der Pause blieben die Hausherren eindeutig dominant, bei den Innsbruckern blieb das Aufbäumen gegen die Niederlage aus. Chancen für die Vorarlberger gab es in Hülle und Fülle: Eller (53. und 75. Minute), Patrick Pircher (64.), Lawaree (65.) und Jiri Rosicky (74.) vergaben jedoch Möglichkeiten um das Ergebnis noch auszubauen. Auf der anderen Seite war nur Glieder (89. und 93./Kopfball streifte die Latte) torgefährlich. Unter dem Strich stand aber ein völlig verdienter Sieg der Bregenzer gegen eine enttäuschende Meister-Mannschaft.
Hattrick durch Maric in Kärnten
Die Niederösterreicher gaben 45 Minuten lang einen inferioren Gegner ab, der FC Kärnten kombinierte nach Belieben. Zumindest in der ersten Hälfte. Da leistete sich die Abwehr der Gäste zahlreiche Patzer, Maric konnte in identischen Situationen zwei Mal unbehelligt einköpfeln. Den dritten Treffer erzielte der Ex-Bochumer nach schönem Zuspiel von Hota.
Abwehr unkonzentriert
Angesichts der Überlegenheit war die Abwehr der Gastgeber im Finish der ersten Hälfte unkonzentriert, Bozgo nützte einen Fehler und erzielte mit dem erst zweiten Schuss auf das Tor Goriupps das 1:3 (45.). In den zweiten 45 Minuten bekamen die Fans nur Schonkost vorgesetzt, Kärnten (ab der 70. Minute ohne Maric) tat nur das Nötigste. Dennoch vermochte sich Admria nicht entscheidend in Szene zu setzen, es blieb bei wenigen "kleinen" Chancen durch Wunderbaldinger, Bozgo und Micheu.
Grazer Duell um Platz zwei
Duell um Platz zwei und nun auch Gegner im Cup-Finale. Die beiden Grazer Klubs stehen im Saison-Finish im Mittelpunkt, Sturm-Trainer Ivica Osim schaltete beim UEFA-Kongress in Stockholm vom heißen Saison-Finale ab. Mit einem Heimsieg am Samstag gegen Ried könnten die Schwarz-Weißen, die in der Tabelle vier Runden vor Schluss zwei Punkte Vorsprung auf den GAK haben, Druck auf die Rotjacken (am Sonntag bei der Austria) ausüben. Ried-Coach Gerhard Schweitzer war zuletzt mit dem Gebotenen nicht zufrieden. "Nun haben wir Kräfte gesammelt, um hoffentlich einen positiven Abschluss zu machen. Der Druck liegt bei Sturm, denn sie müssen Zweiter werden."
Sturm weiter auf CL-Kurs
Sturm hatte zwar durch Mario Haas (Comeback nach Rot-Sperre) in der sechsten Minute die erste Chance, die Cup-Partie gegen Bad Bleiberg am Mittwoch schien den Hausherren dennoch in den Knochen zu stecken. Ried hatte durch Manfred Rothbauer (8. Minute), Muhammed Akagündüz (17.) und Oliver Glasner (18.) Möglichkeiten, das Tor aber machte ein Ex-Rieder: Gerald Strafner sorgte per Kopf nach Flanke von Ivica Vastic für die 1:0-Führung (28.).
Eigentor durch Grassler
Nach der Pause hatte Ried weit mehr vom Spiel, der Ausgleich wäre durch Manuel Ortlechner (51./Faustabwehr von Daniel Hoffmann) und Michael Angerschmid (59./Hoffmann parierte den Kopfball) auch möglich und verdient gewesen. Sturm wartete auf die Konterchance und schlug in der 74. Minute zu: Haas ging auf der linken Seite durch und bediente Masudi, der Milan Oraze aus kurzer Distanz bezwang. Am Ende kam es für die Oberösterreicher noch dicker, Herbert Grassler lenkte einen Freistoß von Vastic ins eigene Tor (81.). Die klare Niederlage hatten die Rieder aber angesichts der Spielanteile nicht verdient.
Ergebnisse der 33. Runde
Casino SW Bregenz - FC Tirol Innsbruck 2:0 (2:0)
FC Kelag Kärnten - VfB Admira Mödling 3:1 (3:1)
SK Sturm Graz - SV Josko Ried 3:0 (1:0)
SV Wüstenrot Salzburg - SK Rapid Wien 6:1 (3:0)
FK Austria Memphis - Liebherr GAK 0:2 (0:0)
Michael Schumacher18:02
"Der alte Hund"Niki Lauda zog seine rote Kappe vor dem Deutschen. Seine Pole fand er "sensationell".
Fußball Nationalteam18:03
Der ÖFB-TrainingsalltagEin "24-Stunden-Job" für Teamchef Marcel Koller. Klein schießt Zuschauer k.o.
