Salzburg leistet sich keine Blamage: 2:0 in Puch
- Im Achtelfinale wartet nun "Riesentöter" Altach
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Alle Finalspiele: Austria Wien ist Rekordsieger
Der SV Salzburg qualifizierte sich als sechster und letzter Bundesligist für die dritte Runde des österreichischen Memphis-Fußball-Cups. Die Mannschaft von Lars Söndergaard besiegte in der verschobenen Zweitrundenpartie den Kooperationsklub SV Puch mit 2:0 (2:0) und trifft nun im Achtelfinale am 18. März 2003 auf den Regionalligisten Altach.
Salzburg gelang vor 1.500 Zuschauern ein optimaler Auftakt. Hassler brachte den Favoriten nach vier Minuten in Führung und dämpfte die Hoffnungen von Puch. Salzburg dominierte danach die Partie klar, hatte aber nach einer halben Stunde Glück, als ein Freistoß von Planötscher an der Latte landete. Eder sorgte mit einem abgefälschten Schuss kurz vor der Pause für die Vorentscheidung.
Der nächste Salzburg-Gegner Altach hat schon zwei "Große" auf der Abschussliste, in der ersten Runde eliminierten die Vorarlberger Pasching, in der zweiten Runde die Admira. Auch Rapid (gegen Bad Bleiberg) und Bregenz (gegen Hartberg) sind schon ausgeschieden.
David besiegt Goliath immer öfter
Für die Klubs aus der Bundesliga ist der Österreichische Fußball-"Memphis"-Cup bisher ein Abschreibposten. Nach den "Altach-Opfern" Pasching (erste Runde) und Admira mussten sich auch Rapid und Bregenz in der zweiten Runde verabschieden. Rekordmeister Rapid zog in Villach gegen Bad Bleiberg mit 0:2 den Kürzeren und Bregenz-Trainer Rainer Hörgl kostete die Niederlage im Elfmeterschießen in Hartberg gar den Job.
Sieht man von den vier Europacup-Startern Sturm Graz, GAK, Austria Wien und FC Kärnten ab, die erst im Achtelfinale am 18. März ins Geschehen eingreifen, so überstanden bisher mit Ried und Salzburg nur zwei Oberhaus-Klub die ersten zwei Runden.
Hicke ist maßlos enttäuscht
Rapid-Coach Josef Hickersberger war nach dem Out gegen Bad Bleiberg "maßlos enttäuscht und deprimiert. Wir wissen, dass wir wieder eine große Chance im Cup vergeben haben. Unsere beste Phase war zu Beginn, die ersten 20 Minuten haben wir dominiert, aber der Gegentreffer hat uns das Genick gebrochen." Armin Hobel stellte den Spielverlauf in der 23 Minute auf den Kopf, von diesem Schock erholte sich Grün-Weiß nicht mehr.
Rapid mit zehn Mann geschlagen
"Nach dem Tor war die Mannschaft nervlich k.o. und hat auch die numerische Überlegenheit nicht ausnützen können. Bei uns ist momentan der Wurm drin", kommentierte Hickersberger die Tatsache, dass seine Elf nach Gelb-Rot für Waitschacher (44.) auch mit einem Mann mehr dem Spiel keine Wendung mehr geben konnte. Ausgerechnet Newton Ben Katanha, wegen dessen unberechtigten Einsatz in den ersten Runden der Ersten Liga den Kärntnern vier Siege aberkannt worden waren, fixierte in der 90 Minute den Erfolg der Bleiberger "Wölfe".
Der Präsident jubelt
"Das ist eine Riesen-Genugtuung für uns. Wir haben gezeigt, dass wir sportlich nicht zu stoppen sind", jubelte Vereinspräsident Egon Putzi. Trainer Helmut Baic war die Genugtuung ebenfalls anzumerken: "Ich muss der Mannschaft gratulieren. Wir haben Super-Fußball gezeigt, Rapid Paroli geboten und verdient gewonnen."
Nun kommen die Wiener Violetten
Das in der dritten Runde nun die Wiener Austria nach Bleiberg muss, ist für Baic "eine Riesen-Geschichte, da haben wir wieder nichts zu verlieren." Walter Schachner ist jedenfalls gewarnt: "Bleiberg ist immer gefährlich, besonders deswegen, weil es in der Meisterschaft wegen dem Punkteabzug nicht mit dem Aufstieg klappen wird. Noch dazu bin ich mit dem FC Kärnten in der Vorsaison gegen Bleiberg im Elfmeterschießen ausgeschieden."
Hartberg freut sich auf Mattersburg
Ein tolles Los als Belohnung für den Aufstieg gegen Bregenz erhielt auch Hartberg, denn Erste Liga-Leader und Publikumsmagnet Mattersburg kommt in die Steiermark. Hartberg-Coach Stefan Dörner lobte sein Team, welches sich trotz 0:1 und 1:3-Rückstandes in die Verlängerung kämpfte und dann im Elfmeterschießen mit 4:1 die besseren Nerven hatte: "Ein verdienter Sieg. Der Kampfgeist und der Wille der Mannschaft war einmalig, sie hat Großartiges geleistet."
Der Sportklub muss nach Graz
Weitere Partien der dritten Runde bringen bei Sturm Graz - Wiener Sportklub, SC.Interwetten.com - SV Ried und Arnfels - GAK Duelle Red Zac Erste Liga/T Mobile-Bundesliga. Der FC Kärnten muss zu Blau-Weiß Linz, Favoritenkiller Altach empfängt Salzburg und die Spielgemeinschaft WSG Wattens/Wacker Tirol hat Heimrecht gegen den FC Lustenau.
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