Donnerstag, 25. April 2002

Hannu Lepistö wird neuer ÖSV-Skisprungtrainer

  • Zweijahres-Vertrag für den 55-jährigen Finnen
  • Zuvor Trainer in Finnland und Italien

Die österreichischen Skispringer bekommen drei Jahre nach dem Abschied von Mika Kojonkoski erneut einen Finnen als Cheftrainer. Sportdirektor Toni Innauer, der zuletzt auch als Trainer tätig war, einigte sich mit Hannu Lepistö auf einen Zweijahres-Vertrag, der allerdings nach der kommenden WM-Saison beidseitig kündbar ist. Das Präsidium des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) stimmte der Verpflichtung am Donnerstag zu.

Der 55-jährige Lepistö war in seiner Trainer-Laufbahn jeweils zwei Perioden lang als Nationalcoach in Finnland (1980-85, 1994-98) bzw. Italien (1985-92, 1998/99) tätig. Seither hat der Skandinavier als TV-Kommentator für Eurosport den Kontakt zur Skisprung-Szene bewahrt. Lepistö zählt zu den erfolgreichsten Trainern, von ihm betreute Athleten haben insgesamt 35 Medaillen gewonnen und 56 Weltcupsiege erreicht.

Diese Erfahrung im Umgang mit Weltklasse-Sportlern wie Matti Nykänen und Janne Ahonen war auch für Innauer ein wesentlicher Grund zur Verpflichtung seines früheren Trainer-Rivalen. "Er hat sehr erfolgreiche Leute trainiert und wir haben zwei, drei Athleten die ganz vorne waren und es wieder sein wollen. Da bieten sich gute Entwicklungsmöglichkeiten", erklärte Innauer. Der Sportdirektor hat bei Lepistö jedenfalls vom ersten Kontakt an eine große Motivation für eine Tätigkeit in Österreich festgestellt.

Der Trainerstab Lepistös steht noch nicht fest. "Aber wir werden eine interessante Mischung haben", so Innauer. Stefan Horngacher, der am Saisonende sein aktive Karriere beendet hat, ist als Co-Trainer im Gespräch. Alex Pointner, der mit Alois Lipburger und Innauer als Co-Trainer gearbeitet hat, wird diese Funktion nicht weiter ausfüllen. Der Tiroler galt als möglicher Cheftrainer, doch Innauer entschied sich für die Routine und Abgebrühtheit Lepistös. "Alex hat aber die ideale Möglichkeit, die zweite Trainingsgruppe hauptverantwortlich zu leiten. Das ist für seine Entwicklung gut und in zwei Jahren stehen ihm alle Türen offen", meinte Innauer.

25.4.2002 15:13