Mittwoch, 24. April 2002

Kein Doping-Vergehen von Jan Ullrich bei Giro 2001

  • Auch Telekom-Temarzt Lothar Heinrich entlastet

Der Internationale Radsport-Verband (UCI) hat den deutschen Olympiasieger Jan Ullrich und Telekom-Teamarzt Lothar Heinrich am Mittwoch vom Doping-Verdacht im Rahmen des Giro d'Italia 2001 freigesprochen. Darüber informierte der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) in einer Pressemitteilung, in der der Niederländer Leon Schattenberg, Vorsitzender der Anti-Doping-Kommission der UCI, zitiert wird. "Es handelt sich um kein Doping-Vergehen", erklärte Schattenberg, der auf die Auswertungen der Razzia beim vorjährigen Giro durch das italienische Nationale Olympische Komitee reagierte.

Bei Ullrich waren kortekoidhaltige Medikamente sichergestellt worden, bei Heinrich Koffeintabletten. Nach eingehender Untersuchung der Liste der in den Hotelzimmern von Ullrich und Heinrich gefundenen Substanzen kommt Schattenberg zu dem Schluss, dass es keinen Handlungsbedarf gebe. Die UCI habe berücksichtigt, dass Ullrich Asthmatiker sei, dies in seinem Gesundheitspass 2001 vermerkt ist und die gefundenen Substanzen aus medizinischen Gründen zugelassen seien. Auch beim Arzt Heinrich werde kein Verfahren eröffnet.

24.4.2002 11:38