Montag, 22. April 2002

Kitz' strebt in Causa ATP-Turnier schnelle Lösung an

  • "Arbeitsgruppe Tennis" soll Zukunft der Generali open sichern
  • 100.000 Euro vom Tourismusverband

Kitzbühel will schnellstmöglich eine Lösung finden, damit die Gamsstadt auch künftig Schauplatz von Österreichs traditionsreichem Tennisturnier, den Generali open, ist. Allerdings fordern der austragende TC Kitzbühel sowie Mitveranstalter Ion Tiriac ab 2003 nicht weniger als 600.000 Euro jährliche Unterstützung durch Stadt, Land, Bund und Tourismusverband. Bürgermeister Horst Wendling (F) hat am Montagabend in der Gemeinderatssitzung die "Arbeitsgruppe Tennis" beauftragt, sich mit dieser Causa zu befassen.

"Wir haben am Montagabend 15 Minuten diskutiert. Es wurde dabei sehr schnell aufgezeigt, dass das Tennisturnier in Gefahr ist und wir den Veranstaltern unter die Arme greifen müssen", erklärte Wendling am Dienstag gegenüber der APA, dass sich die Kommunalpolitiker des Ernsts der Lage bewusst sind.

Schon für 2. Mai (18.00 Uhr) ist die nächste Gemeinderatssitzung zum Thema Tennisturnier angesetzt worden. Bei diesem Termin soll eine "schnellstmögliche Lösung" für die Aufbringung der 200.000 Euro, die von der Gemeinde zur Finanzierung der Veranstaltung beigesteuert werden sollen, präsentiert werden. Die Gemeinde will eine Abwanderung der Veranstaltung in Richtung Schanghai verhindern.

"Wir gehen von einer Drittelparität aus, also dass jeweils 200.000 Euro von Bund, Land und Gemeinde kommen müssen. Der Tourismusverband hat bereits 100.000 Euro signalisiert", betonte Wendling, der zuversichtlich ist, dass Kitzbühel auch nach 2002 im ATP-Turnierkalender aufscheint, denn schließlich ist das Turnier ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für die Sportstadt. "Im Vorjahr wurden in der Turnierwoche 350 Millionen Schilling umgesetzt."

22.4.2002 15:29