EU-Osterweiterung kostet jeden EU-Bürger 25 Euro
- Folgen der BSE-Krise noch vorhanden
- Mehr "grüne" Agrarförderung

EU-Agrarkommissar Franz Fischler beziffert in einem Interview mit dem deutschen Nachrichtenmagazin "Focus" die Kosten der EU-Osterweiterung für jeden EU-Bürger auf durchschnittlich 25 Euro im Jahr. Bei der Erweiterung werde es zu Problemen auf "Märkten" und Arbeitsplatzverlusten in der Landwirtschaft kommen, rechnet Fischler. Zum Beispiel werde der deutsche Roggen unter Druck kommen. Aber auch in der polnischen Landwirtschaft werden nicht mehr 20 Prozent der Erwerbstätigen "Lohn und Brot" finden, so Fischler laut Focus.
Laut EU-Agrarkommissar hat die EU noch immer mit den Folgen der BSE-Krise zu kämpfen. Das in Kühlhäusern eingelagerte Rindfleisch wiege rund 250.000 Tonnen. Es werde noch zwei Jahre dauern, bis die Lager geleert seien. Die monatlichen Lagerkosten würden sich auf rund 30 Mill. Euro belaufen.
Fischler kündigt im Focus-Interview weiters für den Juni einen "Kurswechsel" beim Ökoumbau an. "Ich will mehr Geld für die grüne Agrarförderung und die darf die nationalen Haushalte nicht zusätzlich belasten", erklärt Fischler gegenüber Focus.
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