Nach Raub: Kampf auf Leben und Tod im Lift
- HTL-Schüler erlitt klaffenden Schnitt im Halsbereich

Ein dramatischer Kampf auf Leben und Tod spielte sich am Donnerstagabend in einem Lift in Wien-Brigittenau ab. Ein 19-jähriger HTL-Schüler darf sich noch glücklich schätzen, den brutalen Überfall mit einer klaffenden Schnittwunde im Halsbereich überstanden zu haben.
Vielleicht hätte der junge Mann etwas misstrauischer sein sollen, als ihm ein etwa Gleichaltriger von seinem Parkplatz bis in das Wohnhaus in der Pappenheimgasse folgte. Aber der 19-Jährige dachte sich nichts weiter dabei, da kürzlich ein türkische Familie eingezogen war, der er seinen "Begleiter" zuordnete.
Doch kaum hatte sich die Lifttüte geschlossen, setzte ihm der Räuber ein Messer an den Hals an: "Schrei net, sonst stech ich Dich ab!" Die 30 Euro Bargeld waren ihm zu wenig, weshalb er seinem Opfer noch die Bankomatkarte und den Code abnötigte.
Schließlich entwickelte sich in dem engen Lift ein dramatischer Kampf, in dessen Folge dem Opfer eine klaffende Schnittwunde zugefügt wurde - glücklicher nur im Muskelfleisch. "Er stach wie ein Irrer auf mich ein", gab der Schüler bei der Polizei an. Jedoch konnte er den Angreifer durch Fußtritte auf Distanz halten.
Der Räuber drückte mehrmals auf die Knöpfe des Liftes, weshalb sich der Kampf zwischen den Stockwerken über längere Zeit hinzog. Schließlich gab der Kriminelle auf und flüchtete. Sein Opfer wurde ins Lorenz-Böhler-Krankenhaus eingeliefert. "Er hat sehr viel Glück gehabt", sagte ein Polizist zur APA. Wenig Freude mit seiner Beute wird jedoch der Angreifer haben: Die Bankomatkarte wurde sofort gesperrt.
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