Massive Proteste gegen Le Pen am Wochenende
- 60 Organisationen rufen zu Demos gegen Rechtsradikalen auf
- Stichwahl: Le Pen erwartet mehr als 30 Prozent der Stimmen

Frankreich steht an diesem Wochenende vor einer weiteren Protestwelle gegen den rechtsradikalen Präsidentschaftskandidaten Jean-Marie Len Pen. Mehr als 60 Organisationen, darunter Anti-Rassismusbewegungen, Menschenrechtsvereinigungen, Grüne und Studentenorganisationen kündigten nach Behördenangaben Demonstrationen an.
Eine der größten Kundgebungen steht am Samstag in Paris bevor, zu der unter anderem Gewerkschaften, SOS Racisme, Grüne und die Anti-Globalisierungsbewegung ATTAC unter dem Motto "Für die Menschenrechte und Demokratie, gegen Rassismus und Le Pen" aufgerufen haben.
Mehr als 300.000 zumeist junge Menschen gingen am Donnerstag gegen Le Pen auf die Straße. Dabei erreichten die Protestmärsche von Schülern und Studenten landesweit einen neuen Höhepunkt. Die Demonstrationen dauern bereits seit dem vergangenen Sonntag an, als der Rechtsextremist überraschend den Einzug in die zweite Runde der Präsidentenwahl am 5. Mai schaffte, bei der er auf Amtsinhaber Jacques Chirac trifft. Großkundgebungen der Le Pen-Gegner werden vor allem für den 1. Mai erwartet, an dem auch seine Anhänger in Paris einen Aufmarsch planen.
Le Pen erwartet mehr als 30 Prozent bei Stichwahl
Der französische Präsidentschaftskandidat Jean-Marie Le Pen, Chef des rechtsextremen Front National (FN), hat sich überzeugt erklärt, dass er bei der Stichwahl am kommenden 5. Mai gegen den amtierenden Präsidenten Jacques Chirac (RPR) "weit mehr" als 30 Prozent der Stimmen bekommen werde. Unter 30 Prozent sei seine Kandidatur nicht als Erfolg anzusehen, betonte Le Pen im Nachrichtensender LCI. Diese optimistische Prognose begründete der FN-Chef damit, dass er "die einzige Chance einer Änderung in Frankreich" darstelle.
Familiendrama in St. Pölten16:26
Bluttat: Tochter Zeuge?Vater schoss auf Sohn und richtete sich selbst. Waffenbesitz des 37-Jährigen illegal
Kriminalität20:48
Acht Jahre lang Sklavin19-jährige Deutsche wurde jahrelang misshandelt. Mutmaßliche Täter verhaftet.
Raubvögel vergiftet11:09
Falken ausgerottetBregenz: Taubenzüchter vergiftet gesamte Population am Pfänderstock
