Umfrage: Union weiter vor SPD in Deutschland
- Zeitung: Späth soll in Stoibers Schattenkabinett

Fünf Monate vor der Bundestagswahl in Deutschland liegen die Unionsparteien CDU und CSU in der Wählergunst weiter vor der SPD. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der "Bild"-Zeitung würden 40 Prozent der Deutschen der CDU/CSU ihre Stimme geben.
Die SPD käme auf 35 Prozent. Die FDP bekäme neun Prozent, auf die Grünen entfielen fünf Prozent. Die PDS käme bundesweit auf sechs Prozent.
Wenn der Bundeskanzler dagegen direkt gewählt würde, hätte Amtsinhaber Gerhard Schröder (SPD) die Nase deutlich vorn. 49 Prozent der Wähler würden für ihn entscheiden. Für seinen Herausforderer Edmund Stoiber (CSU) würden nur 36 Prozent der Deutschen stimmen. Das Meinungsforschungsinstitut hatte am Montag und Dienstag bundesweit insgesamt 918 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger befragt.
Nach einem Bericht der Zeitung "Die Welt" plant Stoiber, den früheren baden-württembergischen Ministerpräsidenten Lothar Späth im Falle eines Wahlsiegs als Wirtschaftsminister in sein Kabinett zu holen. Der "Tagesspiegel" berichtet, dass der jetztige Chef der bayerischen Staatskanzlei, Erwin Huber, im Falle eines Wahlsieges Chef des Bundeskanzleramtes werden solle.
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt kritisierte Stoiber für dessen Aussagen zur Steuerpolitik. Die Pläne Stoibers, die Steuerfreiheit beim Verkauf von Beteiligungen durch Kapitalgesellschaften auf den Prüfstand zu stellen, sei nicht im Sinne der Wirtschaft, sagte Hundt der "Stuttgarter Zeitung".
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