Kaprun-Prozess beginnt am 18. Juni in Salzburg
- 16 Angeklagte, Akt umfasst 20.000 Seiten
- Plus: Die Bilder der größten Brandkatastrophe der 2. Republik
Im Kolpinghaus in Salzburg beginnt am Dienstag, 18. Juni, der Prozess über die Katastrophe vom Kitzsteinhorn. Bei dem Unglück sind am 11. November 2000 155 Menschen ums Leben gekommen. 16 Personen müssen sich vor Richter Manfred Seiss verantworten. Verhandelt werden dürfte zunächst bis Mitte Juli, dann geht es in eine Sommerpause. Ende August wird vermutlich der Prozess wieder aufgenommen.
Begonnen wird mit der Feststellung und Befragung der Personalia. Dann beginnt die Staatsanwaltschaft mit dem Vortrag der Anklage, anschließend haben die 16 Verteidiger die Möglichkeit, ihre Gegenäußerungen darzubringen.
Ursprünglich sollte schon am 17. Juni mit dem Prozess begonnen werden, doch da ist man im Kolpinghaus mit den Umbauarbeiten noch nicht ganz fertig. Als Verhandlungsort im Gespräch waren noch das Bildungshaus St. Virgil, der Lehrsaal der Finanzlandesdirektion sowie die Salzberghalle in Hallein.
Prozessleiter wird der Salzburger Richter Manfred Seiss (48) sein. Er rechne, dass der Prozess noch heuer abgeschlossen wird, erklärte Seiss. Der Salzburger Strafrichter muss sich nun in insgesamt 40 Aktenbände, die rund 20.000 (!) Seiten umfassen, einlesen. Seiss will die ganze Causa "so rasch wie möglich über die Bühne bringen".
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