Gehrer erhielt längsten Beschwerdebrief der Welt
- AG sammelte mehr als 1.000 Beschwerden auf 152,5 Metern

Den längsten Beschwerdebrief der Welt über Missstände an den Universitäten hat Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (ÖVP) am Montag erhalten. Studentenvertreter der VP-nahen AktionsGemeinschaft (AG) überreichten der Ministerin einen 152,5 Meter langen "Brief" mit mehr als 1.000 Beschwerden über den Studienbetrieb an den Unis.
Die Hauptkritikpunkte der Studentenvertreter betreffen die jeweils zu geringe Anzahl an Prüfungsterminen, an Lehrveranstaltungen und an Übungsplätzen.
Zahlreiche Beschwerden hätten auch die schlechte Betreuung von Studierenden durch die Uni-Lehrer zum Inhalt gehabt, so AG-Obmann Christoph Rohr bei einer Pressekonferenz am Montag. Die Lehrveranstaltungen müssten daher von den Studenten evaluiert sowie die Ergebnisse veröffentlicht werden. Bei einer schlechten Bewertung wären auch Konsequenzen bis zum Entzug der jeweiligen Lehrveranstaltung denkbar. Weiters will die AG - wie zum Teil schon an der Wirtschaftsuniversität (WU) gehandhabt - fixe Kernöffnungszeiten von Uni-Einrichtungen festlegen. Dadurch könnten Amtswege der Studenten an Institute und Prüfungsabteilungen verkürzt werden. "Das kostet nichts, sondern ist nur eine Frage des Willens", meinte Rohr.
Bei ihrer Kampagne hat die AG seit 4. März mit einem eigenen Beschwerdebus alle Uni-Städte abgeklappert und Beschwerden gesammelt. Unterstützung wäre dabei auch von den meisten Professoren und Rektoren gekommen, so Rohr: "Manche haben aber einen persönlichen Angriff gesehen." Die jeweils an den einzelnen Unis erhobenen Forderungen sollen an Ort und Stelle plakatiert werden - "die Kampagne geht weiter", so Rohr.
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