Montag, 22. April 2002

Greenpeace protestiert gegen Walfang in Japan

  • Motto: "Walschutz ist wichtiger als Walkonserven"
  • Regierung aufgefordert, sich gegen Walfang einzusetzen

40 Greenpeace-Aktivisten protestierten am Montag in Wien mit einem "Trauermarsch" vom Außenministerium zur japanischen Botschaft gegen den Walfang des Landes. Unter dem Motto: "Walschutz ist wichtiger als Walkonserven" luden sie symbolisch Kisten mit dem Fleisch der Meeressäuger vor der Botschaft ab. Die Aktion war der Auftakt einer internationalen Kampagne, hieß es seitens der Umweltschutzorganisation.

Hintergrund der Aktionen: Vom 20 bis 24. Mai entscheidet die Internationale Walfang Kommission (IWC) in Shimonoseki über das Schicksal der Tiere "Die österreichische Regierung muss öffentlich deutlich machen, dass sie sich am Ausverkauf der Wale nicht beteiligt", so Nina Thüllen, Greenpeace-Meeresbiologin.

Dieses Wochenende ist die japanische Walfangflotte Greenpeace zufolge offiziell in ihren Heimathafen Shimonoseki zurückgekehrt, nachdem sie 440 im antarktischen Schutzgebiet erlegte Minkewale abgeladen hat. Die Wale, die im Namen der Wissenschaft gejagt werden, landen "als Delikatessen in Gourmetrestaurants und Supermarktregalen".

Die japanische Fischereiagentur (FAJ) hat, so die Umweltschutzorganisation, "eine Reihe von Staaten mit Entwicklungshilfegeldern gekauft". Sollte es die FAJ schaffen, eine Stimmenmehrheit in der IWC zu erzielen, ist sie in der Lage, den Weg für die Abschaffung des Walfangmoratoriums zu ebnen. Japan könne dafür sorgen, dass der industrielle Walfang wieder zugelassen wird.

22.4.2002 10:32