Montag, 22. April 2002

Kanadier überlebt Lawinenabgang in Tirol

  • Schwere Verletzungen am Brustkorb

Einen Lawinenabgang im freien Skiraum in den Ötztaler Alpen in Tirol hat am Sonntag ein 46-jähriger Kanadier überlebt. Der Urlauber war rund 100 Meter weit mitgerissen worden und überlebte schwer verletzt.

Der 46-Jährige aus Küsnacht (Schweiz) und ein 50-jähriger Deutscher aus Burgtann (BRD) waren gemeinsam vom Ortsteil Poschach in Obergurgl zu der Skitour in Richtung Köngistal in den Ötztaler-Alpen aufgebrochen. Bei der Abfahrt gegen 14.20 Uhr versuchte der kanadische Staatsangehörige auf einer Höhe von 2.100 Meter als Erster eine nordwestlich gelagerte Rinne zu durchqueren. Als er sich in der Mitte der Rinne befand, löste sich ein Schneebrett und riss ihn in ein Bachbett mit. Er wurde nur teilverschüttet und konnte sich selbst befreien.

Auf Grund der schweren Brustkorbverletzungen konnte er nicht mehr selbstständig ins Tal abfahren. Er wurde von einem Rettungshubschrauber mittels Tau geborgen und ins Krankenhaus Zams gebracht. Der deutsche Staatsangehörige wurde nicht verschüttet und konnte selbstständig in Tal abgehen.

22.4.2002 10:19