"Aktion Vergissmeinnicht" erinnert an Gentechnik-VB
- Blumensträuße für Parlamentarier
- Internationaler Tag des bäuerlichen Widerstandes
Mit einem Blumenstrauß wurden heute die Abgeordneten vor dem Parlament in Wien in Empfang genommen. Allerdings wollte das Agrarbündnis mit der Österreichischen Bergbauernvereinigung (ÖBV) nicht nur einen Frühlingsgruß vor der 100. Sitzung überreichen, sondern mit der "Aktion Vergissmeinnicht" an das Gentechnik-Volksbegehren erinnern.
Der 17. April ist der internationale Tag des bäuerlichen Widerstands und steht heuer unter dem Thema "keine Gentechnik in der Landwirtschaft". Die ÖBV war selbst Mitorganisatorin des Gentechnik-Volksbegehrens und beklagt heute, dass nach fünf Jahren Politik nichts wirklich politisch umgesetzt worden sei. "Heute stehen wir vor der Situation, dass sogar wieder die Patentierung von Leben auf der Tagesordnung stehe", hieß es in der Stellungnahme.
Forderungskatalog ans Parlament
Mit den Vergissmeinnicht überreichten die Aktivisten auch einen aktuellen Forderungskatalog. U.a. sei demnach aus Gründen des vorsorgenden Verbraucher- und Umweltschutzes der Anbau transgener Pflanzen abzulehnen, das Importverbot für die drei gentechnisch veränderten Maissorten (Bt176, MON 810 und T25) müsse beibehalten werden und klare Haftungsbestimmungen nach dem Verursacherprinzip festgelegt werden, um Bauern vor wirtschaftlichen Schäden wirksam zu schützen.

