Kühbauer verläßt Wolfsburg im Sommer
- Noch keine Gespräche mit Rapid oder anderen Klubs
- "Habe mich in Deutschland nicht schlecht verkauft"

Der deutsche Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg trennt sich von Dietmar Kühbauer. Das gab der Verein am Dienstag bekannt. Der Burgenländer, dessen Vertrag eigentlich bis 2003 laufen sollte, hatte zuletzt aus "disziplinarischen Gründen" nicht mehr zum Kader gehört. Die Trennung erfolgte nach einem Gespräch zwischen Trainer Wolfgang Wolf und Manager Peter Pander sowie Kühbauer und dessen Berater Martin Pucher. Rapid Wien soll Interesse an dem Mittelfeldspieler haben.
Kühbauer wird den Verein mit Saisonende verlassen. Von Klubseite war allerdings keine Stellungnahme bezüglich Ablöseforderungen zu erfahren. Manager Pucher bestätigte inzwischen das Interesse von Rapid am ehemaligen Teamspieler. Rapid-Manager Werner Kuhn gab sich allerdings zurückhaltend. "Wir wissen, Didi hat einen Vertrag bis 2003. Daher wollen und können wir zu diesem Thema nichts sagen."
Kühbauer will sich neu orientieren
Die Wege des deutschen Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg und Didi Kühbauer trennen sich auf beiderseitigen Wunsch mit Saisonende, der Burgenländer will sich nach zwei Jahren bei den "Wölfen" neu orientieren und schließt auch eine Rückkehr nach Österreich nicht aus. Gespräche mit Rapid Wien oder anderen Klubs hat es aber noch nicht gegeben. Das große Ziel des 31-jährigen, seit fünf Jahren im Ausland engagiert, ist es, sich wieder für das ÖFB-Nationalteam zu empfehlen. Um das zu schaffen, muss er aber erst wieder das tun dürfen, was er immer noch am Liebsten macht: "Fußball spielen."
Vertrag bis 2003
"Ich könnte auch einfach noch das Jahr bis 2003 in Wolfsburg bleiben und gutes Geld verdienen, laut Vertrag wäre das möglich gewesen, aber das reicht mir nicht. Dafür spiele ich immer noch zu gerne Fußball", erklärte Kühbauer. Das Gespräch mit Trainer Wolfgang Wolf und Manager Peter Pander sei zufrieden stellend verlaufen, mit dem Ergebnis sei er "absolut einverstanden."
Wolfsburg-Legionär zieht positives Resümee
Und auch der Umstand, dass er wegen Differenzen in den vergangenen drei Wochen nicht mehr zum Einsatz kam, kann sein Resümee nicht trüben. "Ich habe mich in Deutschland nicht schlecht verkauft. Bei Wolfsburg war ich nach dem erstem Jahr Spieler der Saison und wurde Kapitän, das macht ja keinen schlechten Eindruck. Es war eine sehr erfolgreiche Zeit."
Didi will wieder ins Nationalteam
Einer der Gründe für den Vereinswechsel war auch, dass Kühbauer sich wieder für das ÖFB-Nationalteam aufdrängen will. "Wenn du bei deinem Verein nicht spielst, kannst auch für das Team nicht spielen", zeigt Kühbauer durchaus Verständnis für die Nicht-Berücksichtigung unter Neo-Teamchef Hans Krankl. Kühbauer geht davon aus, am 30. Juni einen neuen Verein gefunden zu haben. "Gespräche habe ich aber noch keine geführt. Wie auch, ich komme jetzt gerade vom Training."
Vereinssuche langsam angehen
Genau so gut wie eine Rückkehr nach Österreich könne sich der Ex-Rapidler aber auch vorstellen, in "Deutschland oder einem anderen Land" unterzukommen. Vor Wolfsburg war Kühbauer drei Jahre in Spanien bei Real Sociedad unter Vertrag. Die Vereinssuche werde er langsam angehen, "auf Teufel komm raus entscheid' ich gar nichts."
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