Edlinger: "Lizenzierungsverfahren für die Jetti-Tant"
- Rapid-Präsident fordert seriöse Finanzierung in Österreich

Rudolf Edlinger, Präsident des österreichischen Fußball-Rekordmeisters Rapid Wien, hat am Dienstag bezüglich der finanziellen Probleme beim FC Tirol von Wettbewerbsverzerrung in der max.Bundesliga gesprochen. "Wir haben im Sommer abspecken müssen, Stützen wie Savicevic, Dowe, Wetl und Hatz abgegeben und sind als Vizemeister auf Rang acht abgestürzt. Tirol hat hingegen investiert und ist Meister. Das ist eine Verzerrung", erklärte der ehemalige Finanziminster, der das Lizenzierungsverfahren der Bundesliga in seiner jetzigen Form auf gut wienerisch als "für die Jetti-Tant" bezeichnete.
Wirtschaftlich gesehen kann Edlinger die Vorgänge schwer nachvollziehen, sportlich wünscht sich der Präsident der Hütteldorfer aber eine Rettung der Innsbrucker: "Ich würde es sportlich sehr bedauern, wenn Tirol nicht die Lizenz erhalten würde. Wir müssen uns aber endlich mit einer seriösen Fußball-Finanzierung in Österreich beschäftigen", erklärte Edlinger.
"Dabei sind wir bei Rapid im Falle von Konsequenzen gegen Tirol gar keine Partizipanten", so Edlinger. "Es soll aber endlich seriös zu gehen. Denn das, was jetzt (beim Lizenzierungsverfahren, Anm.) passiert, ist nichts. Denn am Ende jeder Saison muss immer irgendein Verein in Konkurs gehen", fügte der 62-Jährige hinzu.
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