Tohru Ukawa gewinnt MotoGP-Rennen in Südafrika
- Weltmeister Rossi nach schwerem Fehler Zweiter
- Poggiali siegt bei 125ern, Melandri in 250 ccm-Klasse

Tohru Ukawa hat am Sonntag in Südafrika die MotoGP-Klasse gewonnen und somit für den ersten japanischen Sieg in der Motorrad-Königsklasse seit 9. April 2000 gesorgt. Ukawa profitierte bei seinem Premierensieg auf seiner Viertakt-Honda von einem schweren Fehler des WM-Leaders und Weltmeisters Valentino Rossi, der seinen Teamkollegen in der letzten von 28 Runden passieren lassen musste.
Der Sieg in der 125 ccm-Klasse ging an Titelverteidiger Manuel Poggiali aus San Marino (Gilera), bei den 250ern hatte der Italiener Marco Melandri (Aprilia) die Nase vorne.
Rossi, der aus der Pole Position gestartet war und zuletzt fünf Siege in Folge eingefahren hatte, fuhr im Finish eine Kurve zu schnell an, musste von der Ideallinie abweichen und Ukawa innen passieren lassen. Da der Italiener Loris Capirossi, der mit einigem Respektabstand auf das führende Duo das restliche Feld anführte, auf Rang drei landete, standen in Welkom ausschließlich Honda-Piloten auf dem Podest.
"Ich habe einige Male versucht, Ukawa zu distanzieren. Doch er blieb wie ein Schatten an mir dran. Beim entscheidenden Fehler habe ich es wohl übertrieben", analysierte der Italiener seine "Niederlage". Das Rennen auf dem Rundkurs in Welkom hat die aktuellen Stärkeverhältnisse in der anstelle der Halbliterklasse ins Leben gerufenen MotoGP-Kategorie schonungslos aufgedeckt. Ukawa und Rossi waren mit den Viertakt-Hondas der Gegnerschaft hoch überlegen. Die Konkurrenz ist aufgerufen, das technische Manko so schnell als möglich zu minimieren, um die im Vorfeld der WM in Fachkreisen befürchtete Langeweile zu verhindern.
