Slowakei nach 4:3 gegen Russland Weltmeister
- Schweden holt sich mit 5:3 gegen Finnland WM-Bronze
- Alle Infos zur 66. Eishockey-Weltmeisterschaft in Schweden
·Die Details
Alle Termine und alle Ergebnisse
Vor den Augen von Staatspräsident Rudolf Schuster hat sich die Slowakei ihren ersten großen Titel im Sport gesichert. Das slowakische Eishockey-Team kürte sich im Endspiel der 66. Weltmeisterschaft in Göteborg durch einen 4:3 (2:0,1:1,1:2)-Erfolg über Russland zum Champion. Schweden holte sich gegen Finnland WM-Bronze.
Peter Bondra von den Washington Capitals erzielte mit seinem zweiten Treffer in der vorletzten Minute (13./PP,59.) den Siegestreffer für den Nachfolger des Nachbarn Tschechien. Zuvor hatten, seine NHL-Kollegen Visnovsky (1.), und Satan (27.) gescort. Für Russland, das erstmals nach dem Titel 1993 Edelmetall holte, trafen in dem spannenden Match zwei Mal Suschinskij (24./55.) sowie Antipow (43.).
Zwei Jahre nach dem zweiten Rang in St. Petersburg steht der frühere Stadlau-Coach Jan Filc mit seinem Team ganz oben. Die Slowakei hatte im Halbfinale Gastgeber Schweden nach Penaltyschießen bezwungen, im Endspiel setzte sie ihren Erfolgsrun fort und löste Tschechien ab, mit der sie früher gemeinsam sechs Titel geholt hatte. Nach der Enttäuschung bei Olympia, wo sie auch Österreich unterlegen waren, zeigten die Slowaken in Schweden dank ihrer elf NHL-Stars Weltklasse-Hockey.
Im Endspiel verzeichneten sie einen Auftakt nach Maß, Visnovsky von den Los Angeles Kings traf schon nach 22 Sekunden. Nach Videokontrolle wurde auf 1:0 entschieden. Bondra gelang im Powerplay (es war eine umstrittene Strafe für einen Russen) das 2:0. Suschinskij verkürzte, doch Miroslav Satan von den Buffalo Sabres stellte den Abstand wenig später wieder her. In der 36. Minute vergab der NHL-Star allerdings den ersten "Matchball" er scheiterte alleine vor Keeper Sokolow.
Das Schlussdrittel gehörte eindeutig den Russen, die ihr bestes Hockey bei dieser WM zeigten und durch Antipow (43.) nochmals herankamen. Danach drängte das Team von Boris Michailow, dem zahlreiche NHL-Spieler abgesagt hatten, vehement und wurde mit dem Ausgleich durch Suschinskij belohnt. Der 24. Titel blieb dem Rekord-Champion (Nachfolger der UdSSR) aber vor den Augen von Sportminister und Ex-Superstar Slawa Fetisow versagt. Die Slowakei gewann nach dem 6:4 in der Zwischenrunde auch das Finalduell, das Team wurde von rund 2.000 Fans, die mit acht Chartermaschinen und per Auto nach Göteborg gereist waren, frenetisch gefeiert.
Schweden holte sich WM-Bronze
Gastgeber Schweden hat bei der Eishockey-Weltmeisterschaft die Bronzemedaille gewonnen. Im "kleinen Finale" in Göteborg besiegte der siebenfache Weltmeister den Erzrivalen aus Finnland nach einem 0:3-Rückstand noch mit 5:3 (0:2,3:1,2:0) und sicherte sich damit eine Prämie von umgerechnet 565.000 Euro. Finnland, WM-Zweiter 2001, musste sich mit dem vierten Platz und 544.000 Euro begnügen.
