Nach Meistertitel wollen hotVolleys auch CL-Erfolge
- Großteil der Mannschaft soll gehalten werden

Die Vienna hotVolleys haben nach ihrem siebenten Double in Serie den Meistertitel Nummer 14 der Klubgeschichte bis in die Samstag-Morgenstunden gefeiert, nur einen Tag später nahm Manager Peter Kleinmann schon wieder die Vorbereitungen für die kommende Saison in Angriff. Im abgelaufenen Spieljahr haben die Wiener mit dem Double aus Meisterschaft und Cupsieg sowie dem Gewinn der Interliga drei Viertel der Zielsetzungen erreicht, 2002/03 soll es nun endlich auch in der Champions League wieder klappen.
Dafür soll entgegen der Usancen der vergangenen Jahre der Stamm der Mannschaft gehalten werden, nur Phil Eatherton hat bereits für den spanischen Erstligisten Almeria unterschrieben. "Er war nicht zu halten", meinte Kleinmann. Für den US-Amerikaner soll nach Kleinmanns Vorstellungen mit Mittelblocker Gerald Reiser der erste Österreicher in die stark besetzte Grund-Sechs rücken. Für Coach Hugh McCutcheon ist das jedoch noch nicht fix: "Gerald könnte den Platz einnehmen. Er hat gute Anlagen, muss aber auch noch viel an sich arbeiten."
Ob McCutcheon selbst bleibt, ist noch nicht gesichert. Sollte sich Kleinmann nicht noch gegen den Neuseeländer entscheiden, wird der Trainer erst im September wieder in Wien auftauchen, immerhin einen Monat früher als die bei der WM in Argentinien engagierten Spieler. Diese haben ihre Bereitschaft signalisiert, in Wien zu bleiben. Unsicher ist aber die Rückkehr von Clemens Doppler nach seinem Wechsel zum Beach-Volleyball. Angedacht ist ein Hallen-Intermezzo im Herbst, ehe die Vorbereitung auf die nächste Beach-Saison beginnt.
Dem nun zweimaligen Vize-Meister VT Tirol bescheinigte Kleinmann steigende Qualität: "Sie sind uns heuer näher gekommen." Für Innsbruck-Manager Hannes Kronthaler war dieser Aspekt zwar erfreulich, die Enttäuschung über das 1:4 in der Serie aber dennoch spürbar: "Einige Spieler haben in der gesamten Serie ihr Potenzial nicht ausgenützt." Bis Ende des Monats trainiert die Mannschaft noch zusammen, erst dann fallen die Personal-Entscheidungen.
Für beide Teams wäre jedenfalls eine neue Struktur der Austrian Volley-League (AVL) von Vorteil. Der Liga-Vorstand verabschiedete im März eine Empfehlung an den nationalen Verband (ÖVV), die besten sechs Klubs eine Profi-Liga spielen zu lassen. "Das würde uns mehr Spiele der Top-Klubs gegeneinander bringen und auch international helfen", tritt Kleinmann für diese Änderung ein. Am Mittwoch wird der ÖVV-Vorstand die AVL-Empfehlung behandeln, die Entscheidung fällt durch eine erst zu terminisierende Präsidentenkonferenz.
