Freitag, 19. April 2002

Fußball-Schiedsrichter in China verhaftet

  • Bestechungsverdacht: Es drohen 15 Jahre Haft

Ein chinesischer Schiedsrichter, der Bestechungsgelder angenommen haben soll, ist formell verhaftet und wegen Korruption angeklagt worden. Der juristische Schritt, über den chinesische Zeitungen am Freitag berichteten, ist der vorläufige Höhepunkt in dem sich ausbreitenden Bestechungsskandal in der chinesischen Fußball-Liga, in dem auch andere Schiedsrichter verdächtigt werden, den Spielausgang gegen Bestechungsgelder zu beeinflussen.

Gong Jianping ist der erste Schiedsrichter, der aus diesem Grund angeklagt wird. Er wird beschuldigt, mindestens 100.000 Yuan (13.500 Euro) vom Fußballklub Lu Cheng in der Provinz Zhejiang angenommen zu haben. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass die Anklage noch um weitere Bestechungsfälle erweitert wird, da er nach noch unbestätigten Berichten mehrere hunderttausend Yuan angenommen haben soll. Ihm drohen nach Zeitungsberichten bis zu 15 Jahre Haft.

19.4.2002 09:03