Stohl bei Zypern-Rallye nach Unfall ausgeschieden
- Ford-Pilot überschlug sich, blieb aber unverletzt
- Marcus Grönholm gewinnt vor Richard Burns

Manfred Stohl ist am Sonntag bei der Zypern-Rallye nach einem schweren Unfall während der 15. Sonderprüfung ausgeschieden, blieb jedoch so wie seine Beifahrerin Ilka Petrasko unverletzt. Der Wiener war bis dahin mit seinem Ford Focus WRC ausgezeichnet unterwegs gewesen, hatte u.a. auf der zweiten Sonderprüfung Rang sechs belegt und war nach zwei Tagen auf Rang zehn des Klassements zu finden.
Gleich zum Auftakt des dritten und letzten Renntages nahm der OMV-Pilot vier Kilometer nach dem Start eine Linkskurve zu weit innen, prallte gegen einen Felsen, überschlug sich und stürzte 20 Meter senkrecht in einen Graben. Das Duo Stohl/Petrasko blieb unverletzt, die Rallye war damit aber natürlich zu Ende. "Wenn man 100 Prozent gibt, dann kann das passieren. Gibt man aber weniger als 100 Prozent, so hat man in dieser WM keine Chance auf einen Top-Platz", erklärte der 29-jährige Wiener, der voll am Limit unterwegs war.
"Wir waren in dieser Linkskurve ein wenig zu weit innen. Das Tempo war nicht sehr hoch, doch es reichte, dass wir uns überschlugen. Leider war der einzige Baum in der Kurve hinter uns, sodass wir an diesem vorbei rollten und in einen Graben abstürzten. Hätte uns dieser Baum aufgehalten, dann wären wir sicher weiter gefahren", schilderte Co-Pilotin Petrasko den Crash.
Sieg geht an Marcus Grönholm
Die Peugeots sind in der Rallye-WM weiterhin das Maß aller Dinge und haben am Sonntag auf Zypern bereits ihren vierten Mehrfach-Erfolg in Serie eingefahren. Der Finne Marcus Grönholm gewann die erste Schotterprüfung des Jahres 56,8 Sekunden vor seinem englischen Markenkollegen und Weltmeister Richards Burns. Damit liegt der Skandinavier nun nach dem fünften WM-Lauf mit 31 Punkten bereits elf Zähler vor seinem französischen Markenkollegen und Asphaltspezialisten Gilles Panizzi aus Frankreich.
Dritter wurde der Finne Tommi Mäkinen im Subaru, den gerade einmal 2,2 Sekunden vom Briten Burns trennten. Dahinter folgte mit Harri Rovanperä (Finnland) der dritte Peugeot-Werkspilot. Der Schotte Colin McRae (Ford), der als Spitzenreiter in den Schlusstag gegangen war, musste sich nach zwei Crashes am Sonntag hinter dem Norweger Petter Solberg (Subaru) nur mit Rang sechs zufrieden geben.
| Endstand der Zypern-Rallye: |
| 1. | Marcus Grönholm | FIN | Peugeot 206 | 4:21:25,7 Std. | |
| 2. | Richard Burns | GBR | Peugeot 206 | + 56,8 Sek. | |
| 3. | Tommi Mäkinen | FIN | Subaru Impreza | 59,0 | |
| 4. | Harri Rovanperä | FIN | Peugeot | 1:18,7 | |
| 5. | Peter Solberg | NOR | Subaru Impreza | 2:17,9 | |
| 6. | Colin McRae | GBR | Ford Focus WRC | 2:45,5 |
