Mittwoch, 17. April 2002

Österreichs U21-Team bewies gegen Irland Moral

  • Ruttensteiner-Schützlinge schafften nach 0:3 noch 3:3

Das neuformierte ÖFB-U21-Nationalteam hat am Dienstag mit "un-österreichischen" Tugenden geglänzt und ein schon verloren geglaubtes Spiel noch umgedreht. Die Schützlinge von Willi Ruttensteiner gaben im freundschaftlichen Fußball-Länderspiel gegen Irland in Kindberg auch nach einem 0:3-Rückstand nicht auf und erkämpften noch ein 3:3 (0:2). "Die Mannschaft hat Moral bewiesen und hat sich das Remis verdient", war Ruttensteiner zufrieden.

Lasnik gab mit seinem Anschlusstreffer zum 1:3 in der 61. Minute den Startschuss zur Aufholjagd, der nach dem 2:3 durch Pircher (80.) durch den Ausgleich des kurz zuvor eingewechselten Parapatits in der 88. Minute noch von Erfolg gekrönt war. Nach einem irischen Lehrspiel in den ersten 45 Minuten warf Ruttensteiner (Bild) die ursprüngliche Taktik, mit weiten Passes auf die Spitzen gefährlich zu werden, über Bord und setzte auf kontrolliertes Kurzpassspiel. "Die Spieler haben sich danach redlich bemüht, die Vorgaben umzusetzen", meinte Ruttensteiner.

Für den U21-Teamchef war die Partie wichtig für die Zukunft. "Wir haben viel gelernt, wie wir gegen starke Mannschaften spielen müssen. In der ersten Hälfte wurde uns eine Lektion erteilt", erklärte Ruttensteiner und weiß bereits, wo der Hebel anzusetzen ist. "Wir müssen jetzt im Defensiv-Bereich noch viel arbeiten."

17.4.2002 09:14