Dienstag, 16. April 2002

Vienna hotVolleys vor siebentem Double in Serie

  • Qual der Wahl bei der Aufstellung
  • Schlüsselspiel für die Zukunft

Nach dem 3:2-Sieg im Krimi von Innsbruck, mit dem die hotVolleys am Montag in der best-of-seven-Finalserie der Austrian Volley League (AVL) auf 3:1 davongezogen sind, können die Wiener am Freitag Abend im fünften Match im Budo Center (20.15 Uhr) den Sack zu machen. Die Wiener ziehen als Favorits in dieses Duell und würden bei einem Sieg das siebente Double in Folge bzw. den 26. Titel der Klubgeschichte (12 in der Meisterschaft, 14 im Cup) schaffen.

Peter Kleinmann, der Manager des Serienchampions, warnt jedoch davor, den Gegner zu unterschätzen. "Wir haben nach dem 3:2 einen psychologischen Vorteil und wollen in dieser Partie alles klar machen. Leicht wird es aber nicht, denn die Tiroler haben nichts zu verlieren". Die Tiroler wissen natürlich um ihre Außenseiterrolle, wollen aber noch einmal alle Kräfte mobilisieren. "Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Alle Trümpfe liegen bei Wien, aber wir werden noch einmal alles geben", versprach Tirol-Manager Hannes Kronthaler, der ja auch auf dem Parkett nach wie vor seinen Mann stellt.

Die Wiener haben diesmal bei der Aufstellung die Qual der Wahl. Für Trainer Hugh McCutcheon stellt sich die Frage, ob er die Topstars Antunovic und Priddy oder die Innsbrucker Matchwinner Doppler und McKenzie in die starting seven nehmen soll. Sollten die hotVolleys am Freitag den Titel holen, wäre das ihr letzter Auftritt bis Oktober, wenn die nächste Saison beginnt. Denn gleich acht Spieler (sechs US-Amerikaner sowie die zwei Kroaten Antunovic und Laninovic) spielen mit ihren Teams bei der bis 13. Oktober dauernden WM in Argentinien.

Das Freitag-Match wird laut Kleinmann wesentlich mitbestimmen, mit welcher Mannschaft die Wiener in der kommenden Saison aufkreuzen werden. Wird der erhoffte Titel eingefahren, kann er sich trotz der Enttäuschung in der Champions League ("Sie kam heuer für uns noch zu früh") vorstellen, dass man in der kommenden Saison auf dieselben Leute setzt. "Jetzt stehen wir dort, wo wir von Anfang an sein wollten. Wir können jede Mannschaft der Welt schlagen und sollten auch in der Champions League ganz vorne mitspielen können."

16.4.2002 07:57