Montag, 15. April 2002

Totschnig zur Giro-Erkundung auf Fedaia und Pordoi

  • Ab Mittwoch bei Lombardischer Woche
  • Trampusch in Spanien

Georg Totschnig überlässt nichts dem Zufall, wenn er im Giro d'Italia erstmals in einer großen Rundfahrt die Kapitänsrolle einnimmt. Der 30-jährige Gerolsteiner-Profi unternahm in den vergangenen Tagen eine Erkundungstour nach Oberitalien, um die letzten Etappen der heurigen Auflage (11.5.-2.6.) kennen zu lernen. Totschnig fuhr die letzten zwei harten Bergetappen (16. und 17. Abschnitt) ebenso ab wie die 46-km-Strecke des zweiten langen Einzelzeitfahrens im Raum Mailand (19. und vorletzte Etappe).

"Jetzt habe ich einmal als Kapitän die Chance, mich speziell vorzubereiten, da ist es schon wichtig, diese Strecken zu kennen", sagte der Zillertaler. Im Zeitfahren auf einem hügeligem Parcours, den er einmal in rasantem Tempo bewältigte, gewann er Aufschlüsse über die Wahl der richtigen Übersetzung. "Das Zeitfahren habe ich zuletzt gut hingekriegt, ich habe auch gutes Material", so Totschnig, der einen Platz unter den ersten Fünf der Schlusswertung anpeilt.

Pässe waren Totschnig nicht bekannt
Auch die Pässe waren Totschnig zum Teil noch unbekannt. "Nun kenne ich die Abstände zwischen den Bergen und die Abfahrten, das kann schon ein Vorteil sein", meinte der Kletter-Spezialist. Auf diesen zwei Etappen über Forcella, Fedaia, Pordoi und Campolongo nach Corvara (159 km) bzw. Gröden, Sellajoch, Bondone, Santa Barbara und Bergankunft in Folgaria (222 km) wird eine Vorentscheidung im Gesamtklassement fallen.

Giro-Generalprobe bei Tour de Romandie
Nächster Renneinsatz Totschnigs ist ab Mittwoch die lombardische Woche. Dabei stehen weiterhin Formaufbau und weniger gute Platzierungen im Vordergrund. "Ich bin noch nicht so weit, dass ich ganz vorne mitfahren kann", so Totschnig, der seine Giro-Generalprobe bei der Tour de Romandie (30.4.-5.5.) absolvieren wird.

Trampusch bei Aragon-Rundfahrt
Gerhard Trampusch jagt hingegen bei der Aragon-Rundfahrt ebenfalls ab Mittwoch (u.a. mit Lance Armstrong) guten Ergebnissen nach. Peter Luttenberger hat sich auf Tagesrennen vorbereitet, er bestreitet wie Peter Wrolich, Matthias Buxhofer und Gerrit Glomser die Fleche Wallonne (Mittwoch) und Lüttich-Bastogne-Lüttich (Weltcup/Sonntag). Werner Riebenbauer fährt am Donnerstag den niederländischen Halbklassiker Veenendal-Veenendal und am Sonntag Rund um Düren in der Eifel.

15.4.2002 08:31