Donnerstag, 18. April 2002

Neue Studie: Was die Österreicher "ärgert"

  • Temelin erregt Gemüter und ist auch "Angstmacher" Nr. 1!

Temelin und die Entwicklung im Nahen Osten - das sind jene gesellschaftlichen und politischen Probleme, die die Österreicherinnen und Österreicher derzeit am meisten "ärgern". Auch unter den effektiven "Ängsten" stehen diese Themen an erster Stelle, wobei hier noch die Klimaveränderung dazu kommt.

Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts Imas hervor, deren Ergebnisse am Donnerstag veröffentlicht wurden. Befragte wurden in der Zeit von 26. März bis 12. April 2002 1.000 Österreicherinnen und Österreicher ab dem 16. Lebensjahr. Vorgegeben wurde eine Liste mit 15 Antwortmöglichkeiten, Mehrfachnennungen waren erlaubt. Es ging dabei um unterschiedliche "Gefühle", die man hat, wenn man einen bestimmten aktuellen Begriff hört.

48 Prozent der Befragten sagten, sie würden Ärger verspüren, wenn sie das Wort "Temelin" hören, weitere 24 Prozent nannten in diesem Zusammenhang den Nahostkonflikt. Für 17 Prozent ist die derzeitige Regierung ein Grund zum Ärgern, jeweils rund 15 Prozent nannten die Gentechnik, die Vergangenheitsbewältigung, die EU-Osterweiterung und den Islam als Grund, sich zu ärgern.

Am vergleichweise wenigsten - mit zwei bis vier Prozent Nennungen - ärgern sich Herr und Frau Österreicher über die "Neuen Medien", über die Nationalratswahl und über "Deutschland". Auch die Gewerkschaft kommt gut weg, sie ist nur für sechs Prozent ein Grund zum Ärgern.

Gefragt wurde unter anderem auch danach, was den Menschen zwischen dem Bodensee und dem Neusiedlersee effektiv "Angst" macht. Auch hier wurde in erster Linie Temelin genannt, gefolgt von der Klimaveränderung, dem Nahostkonflikt und der Gentechnik.

18.4.2002 09:28