Mittwoch, 17. April 2002

Bush: "Ausgezeichnete Beziehungen zu Österreich"

  • "Hohe persönliche Wertschätzung für Klestil"
  • Bush erörterte mit Schönborn Lage der Christen in Nahost

Als "persönlichen Freund" aus seiner Zeit als österreichischer Botschafter in den USA hat Bundespräsident Thomas Klestil am Donnerstag den früheren Präsidenten der Vereinigten Staaten, George Bush sen., in Wien empfangen.

Bush würdigte die "ausgezeichneten Beziehungen zwischen Österreich und den USA" und brachte seine "hohe persönliche Wertschätzung" für Klestil zum Ausdruck. Bush, der Vater des heutigen US-Präsidenten, war von 1988 bis 1992 erster Mann der Vereinigten Staaten.

Im Mittelpunkt des Gesprächs zwischen Klestil und Bush standen die aktuelle politische Lage in Nahost, Russland und China sowie die EU-Erweiterung. Zur Situation in Nahost informierte Klestil Bush über seine jüngsten Reisen in die Region. Beide Politiker erörterten zudem "Möglichkeiten für eine Deeskalation". Wie die Präsidentschaftskanzlei betonte, bestand dabei in der Beurteilung Meinungsübereinstimmung zwischen Bush und Klestil.

Die Bekanntschaft der beiden Politiker datiert aus der Zeit, als Klestil österreichischer Botschafter in den USA war. Bush war damals Vizepräsident der konservativen Administration von Ronald Reagan. Klestil und Bush waren regelmäßige Partner beim Tennisspiel. Der republikanische Ex-Präsident trifft im Rahmen seines Wien-Aufenthalts am Donnerstagnachmittag auch mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) zusammen.

Treffen mit Kardinal Christoph Schönborn
Die Situation der Christen im Nahen Osten stand im Mittelpunkt der Begegnung zwischen dem früheren amerikanischen Präsidenten George Bush und Kardinal Christoph Schönborn am Donnerstag im Wiener Erzbischöflichen Palais. Bush, der sich zu einem privaten Besuch in Österreich aufhält, hatte laut Kathpress den Wunsch nach einer Begegnung mit dem Wiener Erzbischof geäußert. Im Zentrum der Gespräche stand die schwierige Situation der Christen im Nahen Osten.

17.4.2002 15:33