Rechnungshof übt Kritik an Kulturinstitut in New York
- Derzeit 34 Millionen Euro Baukosten

Massive Kritik an den hohen Baukosten des neuen Österreichischen Kulturinstituts in New York - das Kulturforum, wie es nun heißt, wird diesen Donnerstag eröffnet - übt der Rechnungshof. Das geht aus einem Rohbericht hervor, der vergangene Woche an das Kabinett von Außenministerin Benita Ferrero-Waldner (V) übermittelt worden sei. Im Außenamt will man den Bericht allerdings nicht kommentieren.
"Da es sich um einen vertraulichen Rohbericht handelt, geben wir keine Stellungnahme ab", zitiert die "Presse" (Mittwoch-Ausgabe) Außenministeriums-Sprecher Martin Weiss.
Derzeit halte man bei knapp 34 Millionen Euro Baukosten für rund 2.300 Quadratmeter Gesamtfläche, obwohl der Bau noch nicht endgültig abgerechnet sei. Umgelegt ergebe das Errichtungskosten von fast 15.000 Euro pro Quadratmeter. Das sei das Zwanzigfache der durchschnittlichen Baukosten pro Quadratmeter Bürofläche in New York, so der Rechnungshof.
Der Rechnungshof vermisst laut "Presse" in dem Bericht zudem ein klares Raumkonzept und fundierte Überlegungen darüber, ob dieser extrem teure Neubau überhaupt notwendig und sinnvoll sei. Zusätzlich bemängeln die Rechnungshofprüfer auch die Tatsache, dass mehr als ein Zehntel der Gesamtfläche, nämlich 260 Quadratmeter plus 30 Quadratmeter Dachterrasse, auf die Dienstwohnung des Leiters des Kulturinstituts entfallen.
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