Montag, 15. April 2002

Pensionist erschoss Ehefrau und richtete sich selbst

  • Mord und Selbstmord an Geburtstag des Täters
  • Täter richtete sich vor Krematorium selbst

Eine schreckliche Bluttat hat sich am Montag in der Steiermark ereignet: Ein 75-jähriger Weststeirer hat seine Frau erschossen und sich kurze Zeit später ebenfalls mit einer Schusswaffe selbst das Leben genommen. Als Tatzeit wählte der Pensionist offenbar gezielt seinen eigenen Geburtstag aus.

Die tote Frau war gegen 12.30 Uhr vor einem Einfamilienhaus in Oisnitz, Gemeinde Lannach (Bezirk Deutschlandsberg) aufgefunden worden. Die Leiche wies eine große Wunde im Brustbereich auf, die vermutlich von einer Schusswaffe herrührte. Kurze Zeit, nachdem die Gendarmerie die Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Täter, den Ehemann der Toten, aufnahm, wurde in Graz ein Toter in einem Auto gefunden. Dabei handelte es sich um besagten Weststeirer.

Auch Hund des Ehepaars erschossen
Die vor dem Haus liegende Frau war von einem Nachbarn gefunden worden. Der Täter hatte sie erschossen und die Tote anschließend zugedeckt. Im Haus fanden die Kriminalisten den Hund des Ehepaares, der ebenfalls erschossen worden war.

Nach der Tat war der Ehemann offenbar mit seinem Auto nach Graz gefahren. Ehe die Fahndung der Gendarmerie gegen den Tatverdächtigen richtig anlaufen konnte, meldete gegen 13.45 Uhr ein Passant, dass sich in einem in der Grazer Alten Post-Straße geparkten Auto ein lebloser Mann befinde.

Täter erschoss sich vor Krematorium
Wie sich herausstellte, handelte es sich um den Weststeirer. Er war mit seinem Wagen direkt vor die Feuerhalle des Urnenfriedhofs gefahren und hatte dort seinem Leben ebenfalls mit einer Schusswaffe ein Ende gesetzt. Das Motiv der Bluttat war zunächst noch unklar.

15.4.2002 13:51