Pilot überlebte - Auch Voice Recorder geborgen
- 38 Passagier überlebten, Held barg 20 verletzte Passagiere
- EXTRA: Die Bilder von der Unglücksstelle

·Lebensretter
"Held" barg 20 Verletzte aus Wrack
·Überlebende
Die Bilder vom Air China-Crash
Einen Tag nach dem Absturz eines chinesischen Passagierflugzeugs in Südkorea wurde auch der Stimmenrekorder der Unglücksmaschine geborgen. Der so genannte Voice Recorder sowie der zuvor gefundene Flugdatenschreiber seien in gutem Zustand, sagte ein Behördenvertreter in Seoul. Unter den Überlebenden befindet sich auch der Pilot des Jets, er hat nur Verletzungen im Gesicht davon getragen.
Einen Tag nach dem Absturz des chinesischen Passagierflugzeugs in Südkorea haben Ermittler am Dienstag weiter nach Hinweisen zur Unglücksursache gesucht. Nach Angaben des Transportministeriums in Seoul wurde an der Absturzstelle auch der Stimmenrekorder der Maschine gefunden. Die Aufzeichnungen des Sprechfunkverkehrs und der zuvor geborgene Flugschreiber seien zur Auswertung auf dem Weg in die Hauptstadt. Rettungsmannschaften setzten unterdessen die Suche nach weiteren Vermissten fort.
Nach jüngsten Angaben der Behörden kamen bei dem Absturz am Montag mindestens 122 bis 124 Menschen ums Leben. Demnach überlebten 38 von insgesamt 166 Insassen die Katastrophe. Vier Menschen wurden bis zum frühen Abend (Ortszeit) noch vermisst. Die Boeing 767-200 der staatlichen Gesellschaft Air China war beim Landeanflug in der Nähe des internationalen Flughafens der Küstenstadt Busan im Südosten des Landes bei nebligem Wetter und starken Winden auf einem Berg zerschellt.
Zu den Überlebenden gehörten 27 Koreaner, zehn Chinesen und eine Usbekin, hieß es. Auch der chinesische Pilot habe überlebt und liege mit Kopfverletzungen im Krankenhaus. Viele Menschen waren bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Bisher seien nur drei Leichen identifiziert worden.
Von der Analyse der gespeicherten Flugdaten erhoffen sich die Ermittler Erkenntnisse über die Unglücksursache. "Wir können nichts sagen, bevor die Black Boxes analysiert sind", sagte ein Ministeriumssprecher. Abhängig von dem Zustand der Aufzeichnungsgeräte könnten die Untersuchungen bis zu zwei Monaten dauern.
Die koreanischen und chinesischen Experten vor Ort sollen an diesem Mittwoch von amerikanischen Luftsicherheitsexperten unterstützt werden. "Die Ermittlungen werden die Untersuchung des Wracks und die Erhaltung der Unfallszene einschließen", teilte das Anti-Katastrophen-Hauptquartier im Transportministerium mit.
Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte nach Angaben der Flughafenbehörden schlechte Sicht. Trotzdem sei der Maschine Landeerlaubnis erteilt worden, weil die Sichtweite ausreichend gewesen sei. Es war der erste Unfall dieser Art in der Geschichte von Air China. Die Unglücksmaschine war seit 1985 im Betrieb.
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