Kulturforum: Morak verteidigt Architekt Abraham
- Österreichisches Kulturforum in New York eröffnet
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Im Big Apple wurde am Donnerstag ein sensationelles und umstrittenes Stück österreichischer Architektur eröffnet (Bild): das Kulturforum New York. Kulturstaatssekretär Franz Morak hat am Rande der Eröffnung des Österreichischen Kulturforums den Architekten Raimund Abraham gegen die von Finanzminister Karl-Heinz Grasser erhobenen Vorwürfe verteidigt. "Abraham hat viel für Österreich geleistet", sagte Morak.
Grasser hatte das Kulturforum eine Stunde vor der offiziellen Eröffnung besucht und bei der Begehung dem Architekten mangelnden Patriotismus und ihm Mitverantwortung für die hohen Baukosten vorgeworfen. Abraham hatte aus Protest gegen die schwarz-blaue Bundesregierung die US-Staatsbürgerschaft angenommen. Wenn die derzeitige Bundesregierung nicht mehr im Amt ist, will er wieder den österreichischen Pass beantragen.
Abraham: Kein Interesse an Grassers Meinung
"Mich interessiert die Meinung des Herrn Grasser nicht", kommentierte Abraham Grassers Vorwürfe vor Journalisten. Am Tag der Eröffnung wolle er lieber über das von ihm entworfene Gebäude reden. Zu den einzelnen Vorwürfen Grassers gegen ihn wollte nicht Stellung nehmen. Er habe nicht gewusst, dass der Finanzminister vor der Eröffnung das Gebäude besucht hatte, sagte er. Zu einem persönlichen Zusammentreffen zwischen Abraham und Grasser kam es am nicht.
Morak würdigt Leistung Abrahams
Die Vorwürfe Grassers an Abraham kamen bei der offiziellen Eröffnung nicht zur Sprache. Morak würdigte in seiner Eröffnungsrede die "herausragende Leistung" des Architekten Raimund Abraham. "Sein Entwurf entspricht dem Ziel des Österreichischen Kulturforums, ein Ort der Zusammenarbeit, neuer Ideen und neuer Formen zu sein", sagte Morak. Die Eröffnung sieht er auch als "symbolische Geste der österreichischen Solidarität" mit New York nach den Terroranschlägen des 11. September.
Gleichzeitig werde eine Dankesschuld für die Aufnahme von österreichischen Flüchtlingen und Emigranten abgetragen, betonte Morak. Die USA habe alleine in den Jahren 1938 bis 1941 mehr als 30.000 österreichische Juden auf der Flucht vor dem "mörderischen Rassenwahn des Nationalsozialismus" aufgenommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg habe Österreich der offenen amerikanischen Kulturpolitik viel zu verdanken.
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