Anlegermagazin "Euro am Sonntag" zitiert Klima
- Kein Kommentar aus Wolfsburg

Die Automobilproduktion des deutschen Herstellers Volkswagen (VW) für den argentinischen Markt ist einem Zeitungsbericht zufolge wegen der Wirtschaftskrise in dem Land deutlich zurückgegangen. Auf Grund der schweren Wirtschaftskrise sei die VW-Produktion für den Markt in Argentinien dramatisch eingebrochen, zitierte das deutsche Anlegermagazin "Euro am Sonntag" in einem Vorabbericht den österreichischen Präsidenten von Volkswagen Argentina, Ex-Kanzler Viktor Klima.
Bei VW in Wolfsburg hieß es am Samstagvormittag unterdessen: "Wir kommentieren grundsätzlich keine Vorabberichte". Dem Bericht zufolge hat der frühere Bundeskanzler außerdem gesagt, wegen der Umstellung von Dollar-Verträgen auf Peso-Basis habe es hohe Abwertungsverluste in der argentinischen Finanzierungsgesellschaft von VW gegeben.
Angesichts der wirtschaftlichen Krise produziere VW im Werk Pacheco bei Buenos Aires zu 70 Prozent für den Export. Das Komponentenwerk in Cordoba produziere rund 95 Prozent für das Exportgeschäft. Klima habe sich besorgt über eine möglicherweise drohende Hyperinflation in Argentinien gezeigt.
Die argentinische Wirtschaft befindet sich seit rund vier Jahren in der Rezession, die Ende 2001 in eine Finanz- und Schuldenkrise des Landes gipfelte. Im Februar hatte die Regierung den Wechselkurs des bis dahin an den Dollar gebundenen Peso vollständig freigegeben. Analysten erwarten, dass das Land nur mit Hilfe kräftiger Finanzspritzen des Internationalen Währungsfonds (IWF) wieder aus der Krise kommen kann.

