Donnerstag, 11. April 2002

max.mobil heißt jetzt T-Mobile

  • Welt-Tarif als Zuckerl: Um 45 Cent nach Österreich telefonieren
  • Für max-Kunden: Die Änderungen zum Durchklicken

Gestern wurde max.mobil nach eigener Aussage "mehr" - der Handynetz-Betreiber wird nach dem Willen des deutschen Mutterkonzerns in T-Mobile umbenannt. Damit gehen eine Reihe von Veränderungen einher. Um die den Kunden schmackhaft zu machen, werden eine Reihe von neuen Vorteilen offeriert. Besonderes "Zuckerl": Mit dem neuen Welt-Tarif telefonieren Kunden um 45 Cent nach Österreich! Die Umstellung auf die Weltmarke T-Mobile ging zeitgleich auch in den USA, Großbritannien und Tschechien von statten.

Zweimal Silvester für 2,1 Millionen heimische Handybesitzer. Denn aus max.mobil wurde am so genannten T-Day, dem 18. April, T-Mobile. Die Nummern ändern sich nicht; der Wechsel läuft vollautomatisch. "Noch mehr Kundennutzen" bietet das Vorstands-Trio Pölzl, Radinger und Schmidt-Schultes mit dem "neuen Welttarif". Denn alle wichtigen Mobilfunktöchter der Deutschen Telekom – neben max.mobil auch VoiceStream (USA), One2One (Großbritannien) und RadioMobil (Tschechien) – werden auf einen Schlag umgetauft.

HerziLine, mäxchen und kläxchen bleiben erhalten, billige Handys und Gratis-Gesprächsminuten sollen Nostalgiker trösten und neue Kunden werben.

1.700 Änderungen
Bei Max war in den letzten Monaten der Teufel los. 1.700 Einzelaktivitäten mußten für die Namensänderung erledigt werden: vom neuen Briefpapier bis zur Umgestaltung des Fuhrparks.

Scheiden tut weh
Immerhin verschwindet eine der beliebtesten und wertvollsten Marken des Landes. Innerhalb von sechs Jahren wurde der Umsatz auf 925 Millionen Euro geschraubt. Max.mobil-Erfinder Hansjörg Tengg, der das Unternehmen zwei Jahre lang führte, beziffert den Aufwand für die Etablierung der Marke mit „200 Millionen Euro als Untergrenze“.

Auf ihrem Handy merken die österreichischen T-Mobile-Kunden nichts von der Umstellung. Die Display-Kennung "max." bleibt bei den alten Handys bestehen. Nur auf den neu erworbenen Geräten wird am Display der neue Firmenname erscheinen.

Markenaufbau um 300 Millionen €
Um den neuen Namen T-Mobile österreichweit zu trommeln, wurde das heurige Werbebudget um zusätzlich 20 Millionen Euro aufgestockt – ohne Kosten fürs gesamte Umrüsten.Weltweit investiert die Deutsche Telekom heuer 180 Millionen Euro in die Umstellung auf T-Mobile, für 2003 sind nochmals 120 Millionen angesetzt.

Die Kunden will Radinger vor allem mit Vorteilen bei Handygesprächen im Ausland ködern, damit sie T-Mobile akzeptieren. Der Roamingtarif – jene Gebühren, die anfallen, wenn man im Ausland mit dem Handy telefoniert oder dort angerufen wird – soll deutlich reduziert werden, lautet das Versprechen.

11.4.2002 11:05