Ölpreise sinken, Benzin kostet weiter um 1 /Liter
- Frechheit: Sprit zum 4. Mal in einem Monat teurer!
- Ölindustrie: Öl-Preise steigen! Händler: Öl-Preise sinken!

·ÖAMTC & ARBÖ
Preisvergleich lohnt sich!
·Autofahrer werden "ausg'sackelt"
Was sagen Sie zur Sprit-Verteuerung?
Die Rohölpreise sind am Freitag weiter gesunken, nachdem der venezolanische Armeechef den Rücktritt des Staatspräsidenten Hugo Chavez bekannt gegeben hatte. Die Spritpreise in Österreich sind aber noch immer hoch. Euro-Super 0,969 , Super Plus sogar mehr als ein Euro - 1,029 ! Frechheit: Zum 4. Mal innerhalb eines Monats sind in der Nacht auf Mittwoch die Preise gestiegen. ÖAMTC und ARBÖ fordern eine sofortige Senkung.
In dieser Woche ist der OPEC-Rohölpreis von anfangs 25,13 Dollar je Barrel - und zwar nach der irakischen Ankündigung einer einmonatigen Aussetzung der Ölexporte - bereits am Dienstag wieder auf 24,25 Dollar pro Barrel gesunken, liegt damit unter dem Freitagspreis der Vorwoche von 24,96 Dollar und ist seitdem auch nicht wieder angestiegen.
Den Kraftfahrern und dem Autofahrerklub ARBÖ ist es daher unverständlich, dass trotz sinkender Rohölpreise die Benzinpreise weiter erhöht wurden. Auch OMV-Generaldirektor Ruttenstorfer habe gestern im Fernsehinterview zugestanden, dass Rohöl seit Tagen billiger wird. Daher sieht der ARBÖ Spielraum für eine Senkung der Treibstoffpreise um bis zu 2 Cent.
Umsturz in Venezuela kein Grund für hohe Benzinpreise
Venezuela ist der weltweit viertgrößte Ölexporteur. Händler gingen davon aus, dass durch den Rücktritt des Präsidenten die Öllieferungen des Landes wieder gesichert seien, nachdem es in den vergangenen Tagen auf Grund von Streiks zu Verzögerungen gekommen war.
Der Preis für einen Barrel (159 Liter) Rohöl der marktführenden Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai sank am Freitagvormittag an der Londoner Warenterminbörse International Petroleum Exchange (IPE) um 24 Cent auf 24,80 Dollar, nachdem ein Barrel am Vorabend noch 25,04 Dollar gekostet hatte. Zuvor war im asiatischen Handel der Preis für die in den USA maßgebliche Sorte Light Crude um 43 Cent auf ein Vier-Wochen-Tief von 24,56 Dollar je Barrel gefallen.
Am Donnerstag vergangener Woche war der Brent-Ölpreis auf Grund der verzögerten Öllieferungen aus Venezuela und der Absicht Iraks über eine einmonatige Aussetzung der Ölexporte auf über 28 Dollar je Barrel gestiegen.
Horror-Spritpreise in Österreich
Laut OMV, BP und Shell wurden die Richtpreise für alle drei Benzinsorten um 2 Cent je Liter angehoben. Die Dieselpreise blieben unverändert. Ein Liter Eurosuper kostet jetzt an Österreichs Bedienungstankstellen maximal 0,969 Euro, ein Liter Normalbenzin 0,949 Euro und ein Liter Super Plus 1,029 Euro. Der Höchstpreis für Diesel liegt nach wie vor unverändert bei 0,829 Euro.
Begründung in Österreich & Deutschland: Steigende Rohöl-Preise
Die OMV begründet diesen Schritt mit den nach wie vor steigenden Preisen am Produktenmarkt in Rotterdamm. "Die Notierungen steigen immer noch drastisch an", so OMV-Sprecher Thomas Huemer am Mittwoch. Seit Anfang März hätten sich die Preise pro Tonne Benzin um 80 Dollar zugelegt, allein seit 3. April ist der Preis pro Tonne von 264 Dollar auf 273 Dollar gestiegen, erzählt BP-Sprecherin Monika Matausch.
Die Praxis: Ölpreise sinken
Die Rohölpreise sind schon Mittwoch und Donnerstag gesunken. Händler sagten, sie betrachteten die derzeitigen Ölversorgung trotz der Lieferunterbrechungen aus dem Irak und Venezuela als zunächst für ausreichend. Der Preis für einen Barrel (159 Liter) Rohöl der marktführenden Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai sank am Donnerstag um 34 Cent auf 25,67 Dollar (29,2 Euro). Auch ein Barrel der US-Sorte Light Crude zur Lieferung im Mai kostete mit nunmehr 25,70 Dollar 43 Cent weniger. Experten führen die Preisanstiege darauf zurück, dass die Ölkonzerne sich das Öl selbst über Tochtergesellschaften verkaufen und so den Preis treiben.

