Niederösterreicher erfand fettfreie Kartoffel-Chips!
- Die Zauberknolle heißt Topinambur oder Süßkartoffel
- Erfinder ließ sich seine Snack-Kreation patentieren

Mit Chips ohne Fett - die trotzdem gut schmecken - möchte der niederösterreichische Erfinder Peter Schwarzhans Fernsehabende und Partys ein wenig gesünder machen. Es handelt sich dabei sogar um Erdäpfelchips, jedenfalls fast: Das Ausgangsmaterial ist die so genannte Süßkartoffel, auch Topinambur genannt.
Schwarzhans ist wegen seiner patentierten Snack-Kreation bereits mit Lebensmittelherstellern im Gespräch.
Chips-Genuss ohne Reue
"Ich wollte Chips kreieren, die man ohne Reue genießen kann", so der Erfinder. Mit herkömmlichen Erdäpfelscheibchen, ohne Fett zubereitet, sei nichts zu machen gewesen. Sie schmecken einfach nicht. Und herkömmliche - meist frittierte - "Kartoffelchips" enthalten bis zu 50 Prozent Fett. So kam Schwarzhans auf die aus Nordamerika stammende Topinamburknolle. Im Gegensatz zu den Erdäpfeln lassen sich die geschnittenen Süßkartoffeln mit einem Heißluftverfahren und praktisch ohne Fett zubereiten und schmecken nach Auskunft des Erfinders ausgezeichnet.
Die Süßkartoffeln haben aber noch einen weiteren Vorteil: Während Erdäpfel zu einem guten Teil aus kalorien-trächtiger Stärke bestehen, enthalten die Topinamburknollen viel Inulin. Dieses ist für den menschlichen Organismus weitgehend unverdaulich und passiert den Darm als Ballaststoff. Lediglich zehn bis 16 Prozent der Topinambur sind verdauliche Kohlenhydrate.
50 statt 550 Kilo-Kalorien
Letztendlich haben die mit Heißluft zubereiteten Süßkartoffelchips 50 Kilokalorien pro 100 Gramm, herkömmliche Rohscheiben rund 550 Kilokalorien. Ein zusätzlicher gesundheitsfördernder Effekt ergibt sich laut Schwarzhans aus der Tatsache, dass Darmbakterien Geschmack am für den Menschen unverdaulichen Inulin finden, die Knolle wirke sich daher positiv auf die Darmflora aus und könne als präbiotisch bezeichnet werden.
Finden die Reformchips beim Konsumenten Anklang, so wäre dies nach Ansicht des Erfinders eine Chance für so manchen Bauern oder Biobauern. Die Knollen wachsen in unserem Klima problemlos und liefern bis zu 60 Tonnen pro Hektar Ertrag. Auch Schädlinge sind bisher keine bekannt, Süßkartoffelkäfer hat sich noch keiner gefunden.

