Dienstag, 9. April 2002

Generali erhöht Kapital für Kauf von Zurich-Osttöchtern

  • Emission von 308.000 jungen Aktien zu je 150 Euro

Die Generali Holding Vienna AG holt sich frisches Geld von der Börse, um den Kauf von fünf Ost-Versicherungstöchtern und einer polnischen Pensionskasse der Zurich-Gruppe zu finanzieren.

Zur "teilweisen Finanzierung" der bereits avisierten Zurich-Transaktion werden 308.000 neue Stückaktien zu je 150 Euro emittiert, teilte die börsenotierte Generali Holding Vienna, Wien, am Dienstagabend ad-hoc mit. Vorstand und Aufsichtsrat haben dazu heute Grünes Licht gegeben.

Durch Ausgabe der 308.000 jungen Stückaktien zum Ausgabepreis von 150 Euro werde das Kapital von 55,958 Mill. Euro um 2,238 Mill. Euro auf 58,196 Mill. Euro erhöht. Es handle sich dabei um Teile des genehmigten Kapitals entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung (HV) vom 17. Mai 2000. Zur Darstellung des Bezugsverhältnisses von 25:1 würden 22 eigene Stückaktien aus dem laufenden Rückkaufprogramm eingezogen und "vernichtet", hieß es.

Die neuen Stückaktien sind ab 1. Jänner 2002 gewinnberechtigt. Der Emissionserlös diene der teilweisen Finanzierung der am 26. März bekannt gegebenen Übernahme von Versicherungsgesellschaften der Zurich-Gruppe in Polen, Slowakei und Ungarn, des Versicherungsbestandes einer Niederlassung in Prag sowie einer Pensionskasse in Warschau.

Mit der Übernahme weitet die Wiener Generali Group wie berichtet ihr Prämienaufkommen in den Ostmärkten um 83,4 Mill. Euro bzw. um fast 20 Prozent aus. Außerdem verwaltete die Zurich für ihre eigenen Gesellschaften und für Dritte in diesen Ländern ein Anlagevolumen von 270 Mill. Euro, das ebenfalls auf die Generali übergeht.

9.4.2002 17:20