Dienstag, 9. April 2002

DaimlerChrysler überdenkt Engagement in China nicht

  • "stern" berichtete über Mafia-Drohungen
  • DaimlerChrysler dementiert auf Hauptversammlung

Die DaimlerChrysler AG, Stuttgart, will sich nicht aus ihrem China-Geschäft zurückziehen. "Das stimmt definitiv nicht", sagte Unternehmenssprecher Hartmut Schick am Mittwoch auf Anfrage am Rande der Hauptversammlung des Unternehmens in Berlin. Das deutsche Nachrichtenmagazin "stern" hatte entsprechende Gerüchte verbreitet.

In der DaimlerChrysler AG gäbe es offenbar "starke Überlegungen", sich aus dem China-Geschäft zurückzuziehen, behauptete das deutsche Nachrichtenmagazin "stern". Das Magazin berichtet, Gründe seien Mafiadrohungen gegen das Führungspersonal und anhaltende Verluste. Die Jeep-Fabrik in Peking, die auf eine Jahresproduktion von 80.000 Fahrzeuge ausgelegt sei, habe in den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres 210 Automobile abgesetzt.

Mafia-Methoden
In Yangzhou sei der Leiter des Gemeinschaftsunternehmens zum Bau von Autobussen, Christoph Stark, mit der Pistole bedroht und zur Absage geplanter Änderungen beim Reifenkauf aufgefordert worden.

9.4.2002 10:01