Levi Strauss baut 3.300 Stellen ab
- Sechs von acht Fabriken stehen vor dem Aus
- 20 Prozent der Belegschaft sind betroffen

Der Jeans-Hersteller Levi Strauss schrumpft: Das US-Traditionsunternehmen will 3.300 Stellen und damit 20 Prozent seines Personals in den Vereinigten Staaten abbauen, wie es am Montag in San Francisco mitteilte.
Außerdem sollen im Laufe des Jahres in den Vereinigten Staaten sechs der acht Fabriken geschlossen werden, um die Produktion ins Ausland zu verlagern, wo die Lohnkosten niedriger sind.
Damit setzt Levi Strauss einen Plan um, wonach das Unternehmen seine Kleidung nicht mehr selbst herstellen, sondern sich auf das Marketing und die Entwicklung konzentrieren will. Diese Umstrukturierung sei notwendig, damit Levi Strauss konkurrenzfähig bleibe, betonte Unternehmenschef Philip Marineau.
Die zwei Fabriken in den USA sollen den Angaben zufolge lediglich in Betrieb bleiben, damit kurzfristig auf einen möglichen Anstieg der Nachfrage reagiert werden kann. In den von den Fabrikenschließungen betroffenen Gemeinden will das Unternehmen zum sozialen Ausgleich insgesamt 2,8 Millionen Dollar (3,2 Millionen Euro) verteilen.
Levi Strauss ist der älteste Jeanshersteller der Welt. Die Firma wurde 1853 von dem bayerischen Einwanderer Levi Strauss zusammen mit seinen Brüdern in New York gegründet. Levi Strauss erfand später zusammen mit dem Schneider Jacob Davis aus dem US-Bundesstaat Nevada die Jeanshosen und ließ sie 1873 patentieren. Das Unternehmen gehört heute den Nachfahren von Levi Strauss.

