Montag, 8. April 2002

AK: Ältere Arbeitnehmer länger in Betrieben halten

  • Arbeiterkammer fordert "Abschied vom Jugendkult"

Einen "Abschied vom Jugendkult" in der Beschäftigungspolitik der Unternehmen fordert jetzt die oberösterreichische Arbeiterkammer. AK-Präsident Hubert Wipplinger brach in einer Pressekonferenz am Montag in Linz eine Lanze für die Weiterbeschäftigung älterer Arbeitnehmer.

"Es ist dringend ein langfristiger Paradigmenwechsel in der Organisation, der betrieblichen Führung und der Personalpolitik der Unternehmen nötig. Ziel muss es sein, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer so lange wie möglich in ihren Betrieben zu halten".

Die Arbeiterkammer fordert eine "ausgewogene Altersstruktur" in den Unternehmen, weiters eine kontinuierliche innerbetriebliche Weiterbildung der Beschäftigten sowie einen "Wissenstransfer zwischen Jung und Alt". Weiters sei die Entwicklung altersgerechter und "altersgemischter" Beschäftigungsfelder und Arbeitsbedingungen notwendig, ebenso müsse es um entsprechende vorbeugende Maßnahmen zur Sicherung der Gesundheit der Beschäftigten gehen.

Wipplinger verwies in diesem Zusammenhang auf ein Modell beim Magistrat Steyr. Die Stadt habe sich freiwillig bereit erklärt, Frauen ab 40 und Männer ab 45 bei Neueinstellungen zu mindestens 20 Prozent zu berücksichtigen.

8.4.2002 11:08