Wiener Derby endet mit einem gerechten 1:1-Remis
- Austria verschenkt zwei Punkte im Kampf um Platz vier
- Frühe Tore: Rushfeldt in 2. und Rene Wagner in 9. Minute
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Im 229. Wiener Fußball-Derby trennten sich Austria und Rapid am Mittwoch mit 1:1 (1:1) - ein Ergebnis, das vor allem für die Violetten fast wie eine Niederlage ist. Immerhin kämpfen die Favoritner noch um einen möglichen UEFA-Cup-Platz und hatten mit drei Punkten aus dem Derby spekuliert. Jetzt liegen sie nur einen Zähler vor Verfolger Kärnten. Sigurd Rushfeldt hatte vor 10.300 Zuschauern im Horr-Stadion schon nach zwei Minuten für die Führung der Veilchen gesorgt, Grün-Weiß gelang aber schon nach neun Minuten durch Rene Wagner der Ausgleich, der gleichzeitig auch den Endstand bedeutete.
Wenn auch das Wiener Derby vom Resultat her keinen Sieger sah, so darf sich Rapid nach dem Nachtragsspiel zur 31 Runde der max.Bundesliga am Mittwoch im Horr-Stadion zumindest als moralischer Gewinner betrachten. Während die als klarer Favorit ins Spiel gegangene Wiener Austria mit dem 1:1 erstmals im Frühjahr in der Meisterschaft vor heimischen Publikum Federn lassen musste, verzeichneten die Hütteldorfer im Vergleich zur Tirol-Partie eine klare Leistungssteigerung.
Herzog auf der Bank
"Wir sind als Außenseiter gekommen. Auf Grund dieser Situation ist das Remis ein Erfolg für uns. Es ist uns gelungen, von Anfang an wach zu sein und mit der richtigen Einstellung ins Spiel zu gehen", meinte der zufriedene Rapid-Teamchef Lothar Matthäus, der entgegen seiner Ankündigung nach dem Tirol-Match von den Teamspielern nur ÖFB-Kapitän Andreas Herzog auf der Bank Platz nehmen ließ.
"Das war mit ihm abgesprochen. Er hatte Schmerzen, daher habe ich ihm geraten, auf der Bank zu bleiben, auch als moralische Unterstützung für die Mannschaft. Wir haben nach wie vor ein gutes, offenes Verhältnis" sagte der 41-jährige DFB-Rekordinternationale, dessen Mannschaft nach fünf Niederlagen in Folge erstmals seit dem 0:0 am 28. April 1990 wieder einen Punktgewinn im Horr-Stadion landete.
Constantini stellt sich vor seine Spieler
Austrias Interimscoach Didi Constantini nahm nach dem Remis, das auch einen Rückschlag im Kampf um Tabellenplatz drei bedeutete, seine Spieler in Schutz. "Es ist in Ordnung, wenn es einmal einen schlechteren Tag gibt. Die Spieler sind keine Maschinen sondern Menschen. Wir haben eben gegen einen guten, zweikampfstarken Gegner gespielt und unsere Chancen nicht verwertet."
Das Zittern geht für die Austria weiter
Als nächstes Schlüsselspiel im Kampf um einen internationalen Startplatz steht für die "Veilchen" am Sonntag die Partie gegen den GAK am Programm. Mit einem Sieg könnte die Constantini-Truppe den Rückstand auf die Grazer und damit auf den dritten Platz drei Runden vor Schluss auf vier Punkte reduzieren. Ansonsten müssten die Favoritner auf ein Grazer Cup-Finale hoffen, um als Vierter doch noch in die UEFA-Cup-Qualifikation zu rutschen.
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