Stefanie Schuster bei Abfahrts-Training schwer gestürzt
- Kreuz- und Seitenbandriss sowie Knochenverletzungen
- Verletzungspech ausgerechnet kurz vor Karriereende
Kurz vor Ende des Ski-Winters erwischte es auch die Vorarlbergerin Stefanie Schuster. Die Kleinwalsertalerin, die mit Ende ihrer 13. Saison ohnehin ihre Karriere beendet hätte, erlitt beim Training auf der Kälberlochpiste einen Kreuz- und Seitenbandriss im linken Knie sowie Knochenverletzungen.
Schuster blieb damit auch bei ihrem letzten Auftritt der Pechvogel in der Ski-Nationalmannschaft. Der 33-Jährigen verschnitt es beim Wasserschloss einen Ski, mit Höchstgeschwindigkeit prallte sie in den Gegenhang. Sie musste mit dem Akja abtransportiert und anschließend mit dem Helikopter in die Klinik ihres Vertrauensarztes Dr. Christian Schenk nach Schruns geflogen werden. Dort wurden die Bänderrisse sowie ein Kompressionsbruch des Oberschenkelknochens im linken sowie zumindest eine Schuhrandprellung und Verdacht auf Wadenbeinfissur im rechten Bein festgestellt.
"Ich weiß, es war absolut unnötig", meinte eine deprimierte Schuster während der Untersuchung in Schruns. "Ich habe beim Stürzen schon gemerkt, dass etwas gerissen ist. Ich bin offensichtlich einfach zu patschert, aber ich muss in Wahrheit froh sein, dass nicht mehr passiert ist."
Mittlerweile schon 14. Operation
Der folgenschwere Unfall passierte damit genau an jenem Ort, wo Schuster etwas mehr als einen Monat zuvor beim Weltcupfinale ihren Rücktritt bekannt gegeben und ihre letzten Weltcuprennen bestritten hatte. "Wenigstens muss ich nicht mehr unter Zeitdruck fit werden", versuchte sich Schuster, deren Karriere neben WM-Bronze 1999 in Vail und drei dritten Plätzen im Weltcup von vielen Verletzungen geprägt war, zu trösten. Bei Dr. Schenk absolvierte sie ihre 14. Operation.
Schenk tröstet seine Patientin
"Wahrscheinlich hat sie sich gedacht, mit 13 Operationen kann ich nicht aufhören, das bringt Unglück", scherzte Schenk, tröstete aber seine Dauerpatientin: "Das sind alles Verletzungen, die man richten kann." Und Teamkollegin Renate Götschl, die seit ihrem schweren Sturz am 2. März ebenfalls in der Schenk-Klinik weilte, hatte wenigstens eine Leidensgenossin. "Wir geben den beiden Zimmer mit einem Verbindungsbad", sagte Schenk.
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