Samstag, 13. April 2002

Tischtennis-CL: SVS verlor Finalhinspiel

  • Zwei Punkte von Chen waren zuwenig
  • Glückloser Schlager unterlag Primorac und Samsonow

SVS Niederösterreich muss auf eine Sensation im Final-Rückspiel hoffen, um im dritten Anlauf doch noch erstmals die Tischtennis-Champions League zu gewinnen. Denn das erste Endspiel gegen den belgischen Titelverteidiger Royal Charleroi verloren die Niederösterreicher am Samstag trotz Heimvorteil in Schwechat mit 2:3.

Zwei Punkte des groß aufspielenden Chen Weixing waren im ersten Teil der Neuauflage des Vorjahres-Finales zu wenig, die Gäste schufen sich dank Siegen von Wladimir Samsonow, Zoran Primorac (jeweils gegen Werner Schlager) und Jean-Michel Saive (gegen Kostadin Lengerov) eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 26. April (18:00).

Der Austro-Chinese Chen war bei den Heimischen der Mann des Tages. Der Verteidigungs-Spezialist überraschte mit einem 3:1-Auftaktsieg gegen Samsonow - es war die erste Niederlage des Weltranglisten-Dritten aus Weißrussland im laufenden Bewerb. Schlager, der dreifache EM-Dritte, vermochte hingegen nicht an seine Form von Zagreb anzuschließen. Er unterlag dem EM-Halbfinalisten Primorac 1:3 und verlor schließlich die fünfte Partie des Finales gegen Samsonow mit 0:3. Zuvor war Lengerov gegen Saive beim 0:3 chancenlos gewesen.

Schlager, die Nummer eins des ÖTTV, hatte nicht den besten Tag erwischt, zudem fehlte das nötige Glück. "Es ist wie verhext. Man kämpft und sie haben zwei, drei Glücksbälle und sind wieder vorne, das ist zermürbend", meinte Schlager. "Aber vielleicht schaut es nächstes Mal anders aus."

13.4.2002 19:28