Freitag, 12. April 2002

SVS NÖ könnte es gegen Charleroi schaffen

  • Zum erfolgreichsten Klub dieses Bewerbs?

SVS Niederösterreich bietet sich in den nächsten zwei Wochen die Chance, zum erfolgreichsten Klub der Tischtennis-Champions-League aufzusteigen. Mit einem Erfolg in der Neuauflage des Vorjahres-Finales gegen Royal Charleroi würde man bei der bisher noch nicht erreichten Bilanz von einem Titel und zwei zweiten Plätzen halten, der Titelverteidiger aus Belgien ist aber klarer Favorit. Das Hinspiel steigt am Samstag (15.00 Uhr) in der Körnerhalle Schwechat, das Retourmatch am 26. April (18.00).

Im dritten Anlauf soll es nach Möglichkeit klappen. Vor zwei Jahren war der ÖTTV-Meister Borussia Düsseldorf unterlegen, im vergangenen Jahr scheiterte man eben an Charleroi. Bei beiden Niederlagen wurde der Gegner vom Weißrussen Wladimir Samsonow angeführt und das ist auch diesmal der Fall. Zudem spielen der Belgier Jean-Michel Saive und der Kroate Zoran Primorac in den Reihen des Klub-Weltmeisters, bei SVS stehen neben Schlager Chen Weixing, Kostadin Lengerov und Qian Qianli im Kader.

Der Weg zu einer Überraschung führt für die Niederösterreicher sicher über das Heimspiel bzw. Werner Schlager. Der dreifache EM-Dritte von Zagreb sorgte im Vorjahr gegen Charleroi im Final-Rückspiel in Wolkersdorf für zwei Punkte und einen 3:2-Heimsieg, zum Gesamtsieg reichte es freilich nicht. Um die neuerliche Chance zu nützen, trainieren die Heimischen bereits seit Dienstag in Schwechat, die Gäste trafen erst am Freitag ein.

Johann Friedschröder, Sportlicher Leiter von SVS Niederösterreich, ist sich der schwierigen Ausganglage bewusst: "Wir brauchen schon einen sehr, sehr guten Tag. Aber ein Mal ist uns daheim schon eine Überraschung gelungen, vielleicht klappt es ja ein zweites Mal." Das Bollwerk von Charleroi stellt zweifellos Samsonow dar, der Weltranglisten-Dritte ist im laufenden Bewerb noch ungeschlagen. Primorac und Saive zeigten in der Vorrunde Schwächen, kamen zuletzt aber beide gut in Form.

Primorac überzeugte bei der EM mit dem Halbfinal-Einzug, was auch Schlager überraschte: "Samsonow und Saive haben in Zagreb dafür nicht so gut gespielt. Trotzdem sind sie für mich stärker als Primorac. Wir sind jedenfalls nominelle Außenseiter, können es nur mit einer überragenden Leistung schaffen. Wenn es uns gelingt, daheim zu gewinnen, könnte was gehen. Denn dann kommt Charleroi unter Zugzwang."

12.4.2002 10:26