FIFA-Vize Chung Mong-joon sagt Blatter den Kampf an
- Südkoreaner fordert Abwahl des Präsidenten
- "Es ist Zeit für einen Wechsel"

Ausgerechnet FIFA-Vizepräsident Chung Mong-joon macht Stimmung gegen Verbands-Präsident Sepp Blatter. Der Südkoreaner erklärte, Blatter dürfe auf dem FIFA-Kongress am 29. Mai in Seoul nicht mehr wiedergewählt werden, wenn man das zuletzt angekratzte Image verbessern wolle.
"Ich denke, Issa Hayatou kann der FIFA eine neue Führungsstruktur verleihen. Herr Blatter ist zwar ein schlauer Mann, aber er hat im Grunde nur die Regentschaft des vorherigen Präsidenten Joao Havelange fortgeführt. Es ist Zeit für einen Wechsel", sagte Chung Mong-joon, der dem Kameruner Hayatou schon zuvor seine Unterstützung zugesagt hatte. Chung galt lange Zeit ebenfalls als möglicher Gegenkandidat des Schweizers Blatter. Der neue FIFA-Präsident wird am 29. Mai, zwei Tage vor dem WM-Eröffnungsspiel Frankreich - Senegal, gewählt.
Ebenfalls am Montag hat der Fußball-Verband von Nord- und Zentralamerika (CONCACAF) den Rücktritt oder die Entlassung von Michel Zen-Ruffinen als FIFA-Generalsekretär gefordert. Der Schweizer habe ohne Wissen von Blatter den Amerikanern in einem Brief geschrieben, das FIFA-Büro für Rechtsfragen müsse sich mit dem Fall von Edgardo Codesal Mendez befassen. Diesem war die Kandidatur gegen den amtierenden Concacaf-Präsidenten Jack Warner, einem engen Vertrauten Blatters, untersagt worden.
"Dies hat die Glaubwürdigkeit von Zen-Ruffinen zum Ende gebracht. Er hat die Position einiger ausgesuchter Mitglieder übernommen, die nur darauf gewartet haben, dass der FIFA-Präsident außer Haus auf Afrikareise ist, um einfach eine Entscheidung des Exekutivkomitees zu korrigieren", schrieb Concacaf-Generalsekretär Chuck Blazer.
