Budget für Salzburger Olympiabewerbung fixiert
- Sieben Millionen Euro stehen zur Verfügung
- Großer Optimismus in der Mozartstadt

Auf Hochtouren laufen derzeit die Vorbereitungen der Salzburger Bewerbungsgesellschaft für Olympia 2010. Das bereits fixierte Olympia-Budget von sieben Millionen Euro, die Verkehrslösungen und alle Fragen zur Sicherheit würden jetzt im Detail erarbeitet. Ende Mai werde das komplette Dokument in Lausanne abgegeben, betonte am Montagabend der Geschäftsführer der Gesellschaft, Robert Kaspar, bei einem Pressegespräch in der Mozartstadt. Kaspar wie auch der Generalsekretär des Österreichischen Olympischen Komitees, Heinz Jungwirth, stellten fest, dass Salzburg ausgezeichnete Chancen für den Zuschlag habe.
Mit dem Arbeitsbeginn des "Außenministers" des Olympiabüros, Egon Winkler, und des Pressesprechers Michael Schuen in der Vorwoche sei das nun 14-köpfige Team komplett, so Kaspar. Und auch das Budget, das insgesamt sieben Millionen Euro umfasst, ist jetzt fixiert. 5,81 Mill. Euro davon kommen von der öffentlichen Hand, der Rest wird durch die vier Hauptsponsoren aufgebracht. Diese sind die Brauerei Stiegl, die Salzburg AG, Raiffeisen sowie Wüstenrot. Ein bis zwei weitere Nebensponsoren, etwa aus dem Lebensmittelbereich oder der Autobranche, seien noch möglich, so Kaspar. Das Budget reiche jedenfalls bis September 2003, also einen Monat nach der definitiven Entscheidung im August 2003 in Prag.
Duell mit Vancouver erwartet
Zu den Chancen Salzburgs meinte Kaspar, dass es zu einem Zweikampf zwischen Vancouver und der Mozartstadt kommen dürfte. Dies hätten die Rückmeldungen nach dem Auftritt des Salzburger Olympiabüros während der Winterspiele in Salt Lake City klar gezeigt. Auch die Bedenken, dass ja 2006 die Winterspiele mit Turin als Austragungsort in unmittelbarer Nähe stattfinden würden, sieht Kaspar eher gelassen. Alle anderen ernst zu nehmenden Mitbewerber hätten das gleiche Problem. Kanada bewerbe sich ja auch um die Sommerspiele, in China seinen Sommerspiele schon fix und für die europäischen Konkurrenten gelte dasselbe wie für Salzburg.
Heimische Bevölkerung soll überzeugt werden
Jungwirth erklärte, dass Salzburg (wie alle anderen sieben Städte auch) derzeit den Statuts eines Kandidaten habe, und als solcher keinerlei internationale Werbung betreiben dürfe. Erst nach der Entscheidung im heurigen Sommer in Lausanne, wo vermutlich drei oder vier Städte als Bewerber in das letzte Rennen geschickt werden, dürfe international geworben werden. Deshalb würden sich derzeit die Aktivitäten auf das Inland konzentrieren. Da die breite Zustimmung der heimischen Bevölkerung für den Zuschlag ganz entscheidend ist, muss in Österreich noch stark geworben werden. Derzeit sei man mit Hermann Maier deswegen im Gespräch, so Kaspar. Auch die Gala-Nacht des Sports mit der Wahl zum Sportler des Jahres werde heuer am 23. Oktober in der Salzach-Metropole stattfinden, kündigte Schuen an.
Winkler optimistisch: "Hervorragende Chancen"
Als großen Vorteil für Österreich nannte es Winkler, dass er Einfluss auf eine Organisation habe, die über Niederlassungen in 70 Staaten der Erde verfüge (Winkler war bis vor kurzem Leiter der Außenhandelsstelle der Bundeswirtschaftskammer). Diese seien hervorragend geeignet, das Projekt voranzutreiben. "Wir haben hervorragende Chancen, dass das Olympische Feuer 2010 in Salzburg brennt", meinte er.
