Basketball-Viertelfinale startet mit Überraschungen
- Siege für Außenseiter Oberwaltersdorf und Gmunden
- Kapfenberg und Oberwart werden Favoritenrolle gerecht

Mit zwei saftigen Überraschungen hat am Sonntag das Viertelfinale bei den Basketball-Männern begonnen. Mit UKJ Oberwaltersdorf und den Swans Gmunden setzten sich zwei vermeintliche "Underdogs" zum Auftakt der best of five-Serien durch - und die Favorits Fürstenfeld Panthers sowie Wörthersee Piraten unter Druck. Der Papierform entsprachen somit nur die Siege der Bears Kapfenberg über die Oberwart Gunners und der Mattersburg 49ers gegen die Traiskirchen Lions.
Für die Topsensation schlechthin sorgte Oberwaltersdorf. Die als B-Ligist in die Saison gestarteten Niederösterreicher scheinen mit dem Einzug ins Viertelfinale (was allein schon mehr als nur eine Überraschung ist, Anm.) noch nicht genug zu haben. Am Sonntagabend feierten sie bei den als Nummer eins ins Viertelfinale gestarteten Fürstenfeldern einen 81:80-Triumph, den selbst Coach Franz Graf als "unerwartet" bezeichnete.
Und das, nachdem am Samstag in Oberwaltersdorf die Aufstiegsfeier in die A-Liga auf dem Programm gestanden war. Kommentar von Graf: "Die Spieler sind offensichtlich nicht zu lange geblieben." Für den weiteren Verlauf der Serie setzt der Coach nun auf das Selbstvertrauen seiner Truppe. Freilich weiß er, "dass es schon im zweiten Spiel (Donnerstag, 19:00, Sport- und Veranstaltungshalle Baden) komplett anders ausschauen kann."
Schauplatz von Sensation Nummer zwei war Klagenfurt, wo Gmunden mit einem 97:84 bei Vizemeister Wörthersee den 13. Meisterschaftssieg in Serie landete. Dietmar Söllner, scheidender Coach der Traunseestädter (wechselt mit Saisonende zu WBC Wels in die B-Liga, Anm.) blieb dennoch gewohnt bescheiden. "Wir haben uns akribisch vorbereitet, aber erst ein Spiel gewonnen. Die Serie ist noch lang nicht vorbei." Mit dem eigenen Publikum im Rücken dürfen die Oberösterreicher am Mittwoch (19:00) dennoch auf eine weitere Überraschung hoffen. "Wir müssen die Nerven im Zaum halten, der Druck liegt bei den Kärntnern", weiß Söllner, dessen Abschied aus Gmunden sich nun jedenfalls verzögert.
Mit Sieg Nummer acht in Serie (81:71) ist Titelverteidiger Kapfenberg gegen Oberwart erwartungsgemäß 1:0 in Führung gegangen, musste aber erst "wach gerüttelt" werden, wie Coach Michael Schrittwieser den vorübergehenden Elf-Punkte-Rückstand im ersten Viertel bezeichnete. Die Serie wird im Mittwoch (19:00) im Burgenland fortgesetzt.
Angeführt vom Kanadier-Duo Richard Anderson (36 Punkte, Saisonbestleistung) und Joey Vickery (30) ließ Mattersburg zum Viertelfinal-Auftakt gegen Traiskirchen nichts anbrennen und setzte sich 105:80 durch. Die Partie war bereits zur Pause (64:30) entschieden. Für die Niederösterreicher wird es auch am Mittwoch (19:30) im Heimspiel sehr schwer, zumal US-Center Brett Robisch (Handverletzung) angeschlagen ist.
