Der erste Test eines Schienenfahrzeugs ist misslungen
- Astronauten bereiten letzten Außeneinsatz vor
- EXTRA: Die Bilder der Internationalen Raumstation
Astronauten der Raumfähre "Atlantis" haben am Sonntag auch den dritten Außenbordeinsatz zur Installierung eines neuen Trägergerüsts an der Internationalen Raumstation (ISS) erfolgreich abgeschlossen. Der erste Test eines Schienenfahrzeugs für den Transport eines Roboter-Greifarms an der Internationalen Raumstation ISS ist misslungen. Für den Abschluss der Arbeiten bereiten die Austronauten ihren letzten Außeneinsatz vor.
Die Astronauten haben sich am Dienstag auf ihren letzten Einsatz im freien All vorbereitet. Dabei sollte die Installation eines neuen Trägergerüstes an der Außenhülle der ISS abgeschlossen werden. Am Vortag war eine Testfahrt der ersten Eisenbahn im Weltraum misslungen.
Die Astronauten der Raumfähre "Atlantis" versuchten, einen Wagen auf einem neun Meter langen Schienenstück an dem Gerüst auf und ab fahren zu lassen. Der Wagen kam jedoch immer wieder nach nur wenigen Metern zum Stehen, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA am Montag mitteilte. Grund sei vermutlich ein Software-Problem, das sich in Folge der Schwerelosigkeit im Weltall ergeben habe.
Das Gerüst ist der erste Teil einer Konstruktion, die auf insgesamt 107 Meter Länge ausgebaut werden und Solarsegel, Radiatoren sowie Satellitenantennen aufnehmen soll. Auf dem integrierten Gleis soll dann Ladung vom einen zum anderen Ende der Station transportiert werden.
Der Schienentransporter kann eine Geschwindigkeit bis zu 2,5 Zentimetern pro Sekunde erreichen, was etwa einem Tempo von 0,09 Stundenkilometer entspricht. Der 190 Millionen Dollar (216 Mill. Euro) teure Wagen soll in Zukunft beispielsweise den Roboterarm der Station dorthin bringen, wo er für Arbeiten benötigt wird. Während des nächsten Flugs einer Raumfähre zur ISS im Juni soll die Plattform für den Arm auf dem Transporter installiert werden. Der Einsatz der "Atlantis"-Astronauten an Bord der ISS endet am Mittwoch.
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