Widerstandskämpfer "Xanana" Gusmao gilt als Favorit
- Erste freie Präsidentschaftswahl in Osttimor lief gut

Bei der ersten freien Präsidentschaftswahl in Osttimor hat am Montag die Stimmenauszählung begonnen. Die versiegelten Wahlurnen wurden in der Früh in Anwesenheit nationaler und internationaler Beobachter geöffnet. Nach Angaben der Wahlkommission gaben mehr als 86 Prozent der 439.000 Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Der Urnengang in der ehemaligen portugiesischen Kolonie verlief friedlich. Als Favorit galt der ehemalige Unabhängigkeits-Kämpfer und Volksheld Xanana Gusmao.
Der neue Präsident wird das Land in die Unabhängigkeit führen, in die es am 20. Mai entlassen wird. Mit ersten Ergebnissen wurde noch in der Früh (MESZ) gerechnet. Das Endergebnis soll am Mittwoch bekannt gegeben werden. Osttimor steht seit den blutigen Kämpfen nach dem Unabhängigkeitsreferendum von 1999 unter UNO-Verwaltung.
Damals hatten pro-indonesische Milizen die Provinz mit einer Welle der Gewalt überzogen, ganze Dörfer niedergebrannt und ein Drittel der Osttimosrer vertrieben. Indonesien hatten den Ostteil der Insel Timor 1975 besetzt, nachdem die Portugiesen abgezogen waren. Danach entbrannte ein Guerilla-Krieg gegen die indonesischen Besatzer, bei dem Gusmao zum Volkshelden wurde.
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