Samstag, 13. April 2002

Trinkwasser in Gallizien weiterhin belastet

  • Empfehlung: Vor Genuss abkochen

Das Trinkwasser in der Gemeinde Gallizien (Bezirk Völkermarkt) ist zwar weiterhin, aber nur noch geringfügig belastet. Dies hat die Untersuchung der am Montag gezogenen Proben ergeben. "Von 15 Proben war nur noch eine belastet und dies mit dem Faktor eins", wurde am Donnerstag seitens des Büros von Gesundheitsreferent LHStv. Peter Ambrozy (SPÖ) mitgeteilt.

Nach Ostern war in das damals leere Trinkwasserbecken der Gemeinde illegal Wasser aus dem Wildensteiner Bach eingeleitet worden. Tage danach gezogene Proben wiesen Kolibakterien auf. Dies führte dazu, dass die Staatsanwaltschaft Klagenfurt Ermittlungen gegen die Gemeinde einleitete. "Ich nehme alle Schuld auf mich, obwohl ich mir eigentlich keiner Schuld bewusst bin", sagte Bürgermeister Rudolf Tomaschitz (SPÖ).

Ambrozy hatte in der Vorwoche die Gemeinde angewiesen, binnen 30 Tagen dafür zu sorgen, dass das kostbare Nass wieder unbelastet ist. Außerdem wurde die Warnung ausgegeben, Trinkwasser vor dem Genuss abzukochen.

"Diese Warnung bleibt aufrecht", dazu Ambrozy. Die nächsten Proben werden am kommenden Dienstag gezogen. Entwarnung wird erst gegeben, wenn alle Proben negativ sind.

13.4.2002 14:58