"Bildnis Wally" von Schiele bleibt weiter in den USA
- Schiele-Bild darf USA bereits seit vier Jahren nicht verlassen

Das 1998 in den USA beschlagnahmte Schiele-Werk "Bildnis Wally" aus der Sammlung Leopold bleibt auch nach einem neuen Richterspruch weiter in New York. Der Rechtsstreit ging gestern in eine neue Runde. Richter Michael Mukasey hat entschieden, dass die strafrechtliche Klage der US-Regierung nicht abgewiesen wird.
Das wiederum bedeutet, dass die US-Regierung vor Gericht ihren Standpunkt vertreten kann, wonach das Bild nach dem Zweiten Weltkrieg auf unrechtmäßigem Weg in den Besitz der Wiener Sammlung Leopold gekommen sei.
"Bildnis Wally" von Egon Schiele schon vier Jahre in den USA
Schon seit mehr als vier Jahren darf das "Bildnis Wally" von Egon Schiele die Vereinigten Staaten nicht mehr verlassen. Das Bild hatte vor dem Krieg der Sammlerin Lea Bondi-Jaray gehört, die es unter dem Druck des Nazi-Regimes verkaufen musste. Nach dem Krieg wurde es offenbar irrtümlich an den falschen Eigentümer zurückgestellt und später von der Sammlung Leopold erworben. Nach einer Ausstellung in New York wurde im Jahr 1998 von den US-Behörden mit Beschlag belegt. Es ruht seither unter Verschluss im Depot des New Yorker Museum of Modern Art.
Mit dem neuesten Richterspruch in New York ist anzunehmen, dass das Bild auch noch längere Zeit dort blieben wird.
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